Sauna-Dauer

Zur sinnvollen und gesunden Saunadauer kann keine generelle Antwort geben werden. Jeder muss hier ein eigenes Körpergefühl entwickeln. Auch dieselbe Person wird sich an unterschiedlichen Tagen verschieden lang in der Sauna wohlfühlen. Dies hängt von Tageszeit, körperlichem und seelischem Wohlbefinden, Hormonhaushalt und vielen anderen Faktoren ab.

Wichtig: auf den eigenen Körper hören und solange in der Sauna verweilen, wie man sich wohl fühlt. Die Durchschnittszeit beträgt 10-15 Minuten.

Kurz vor Verlassen der Sauna, sollte man wieder in die sitzende Haltung zurückkehren. So bereitet man den Körper und vor allem den Kreislauf auf die aufrechte Haltung vor. Vor dem Beenden des Schwitzganges ist es auch sinnvoll, sich eine Stufe tiefer zu setzen.

Jetzt folgt der wichtigste Teil des Saunierens, die Abkühlphase. Leider beobachtet man immer wieder, dass dieser wichtige Teil von den Gästen vernachlässigt wird. Nach dem Verlassen der Saunakabine begibt man sich unbekleidet in den Freiluftbereich. Man geht einige Schritte, rollt dabei den Fuß von der Ferse bis zu den Zehenspitzen ab, um so die sogenannte Venenpumpe zu aktivieren. Nach diesem „Kaltluftbad“ erfolgt die Abkühlung mit kaltem Wasser. Saunaprofis benutzen hierfür den Kaltwasserschlauch, da dies die bessere Strahldosierung bietet. Mit ungefähr 10 cm Körperabstand wird der Wasserstrahl von den Extremitäten in kreisenden Bewegungen zum Herzen hin geführt. Angefangen beim rechten Bein an der Rückseite bis zum Rumpf. Dasselbe an der Vorderseite. Danach denselben Vorgang mit dem linken Bein, den Armen, Rücken und Brust. Anwendungen mit dem Kaltwasserschlauch im Gesicht sollten erst nach einiger Übung durchgeführt werden. Anschließend ruht man sich aus und führt die Kaltphase nach Bedarf noch einmal durch.


Nach der ersten Abkühlphase ist auch der Gang in das Tauchbecken sinnvoll. Für Gäste mit Bluthochdruck ist dies jedoch nicht empfehlenswert, da hier sehr hohe Bluttdruckspitzen erreicht werden. Warme, knöcheltiefe (nicht wadentiefe!) Fußbäder ergänzen die Abkühlphase. Danach ist eine erneute Abkühlphase empfehlenswert.

Anschließend erfolgt die Ruhephase. Am besten im Freiluftbereich. Die Dauer der Ruhephase hängt auch wieder vom persönlichem Empfinden und Bedürfnis ab.

Für ein komplettes Saunabad genügen 2-3 Schwitzgänge vollkommen. Dabei gilt wie beim Sport: geringe Reize bringen nichts, mittlere Reize nützen, zu große Reize schädigen. Dies gilt vor allem für den Aufguss.

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