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Der Begriff "Sauna"
In Deutschland verbindet man mit dem Begriff Sauna sowohl die Örtlichkeit (das Gebäude), die eigentliche Sauna, als auch den Badevorgang. Der Begriff „Sauna“ wird weltweit verwendet. Das Wort stammt aus dem Lappischen „suownje“ und bedeutet Schnee- oder Erdgrube - der Ursprung der heutigen Sauna. Die „Sauna“ war allerdings keine Erfindung der Finnen. Schwitzstuben waren in vielen Kulturen (bei den Römern, Russen, Inkas...) bekannt. Der Verdienst der Finnen gilt der Überlieferung.
Effekte des Saunierens
In der Sauna geschieht folgendes: An der Hautoberfläche bildet sich Schweiß. Der Schweiß verdunstet und führt dem Körper durch die Verdunstungsenergie Kälte zu. Nicht alle Stellen am Köper sind gleichmäßig mit Schweißporen versehen. So befinden sich am Schienbein und an den Schleimhäuten wenige Schweißdrüsen, was ein brennendes Gefühl erzeugen kann. Nach einem „Saunatraining“ vergeht dies aber recht schnell.
Hinweise zum Saunabesuch
Beim Saunieren gilt generell, dass Übertreibungen in der Aufheiz- und in der Abkühlphase ungesund sind.
Bei der Frage „Zuerst Dampfbad oder zuerst Sauna“ gilt folgender Grundsatz: vom Feuchten ins Trockene. Also zuerst heiße Wasserbäder, dann Dampfbäder, dann Schwitzbäder und zuletzt Saunen. Die Wirkungsweise von Heißwasserbädern, Dampfbädern, Schwitzbädern und Saunen ist gleich. Also auch nach einem Dampfbadbesuch ist die Abkühlphase sehr wichtig!
Folgende Saunatipps sollten Sie Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe beachten:
- Ausreichend trinken
- Nie mit vollem Magen in die Sauna
Ablauf eines Saunabesuchs
Vor dem Besuch der Sauna sollte man duschen, um die Haut auf das Saunieren vorzubereiten. Die Sauna selbst wird dann im trockenen Zustand betreten.
» mehr zum Ablauf eines Saunabesuchs
Wie lange bleibt man in der Sauna?
Hierzu kann keine generelle Antwort geben werden. Jeder muss hier ein eigenes Körpergefühl entwickeln. Auch dieselbe Person wird sich an unterschiedlichen Tagen verschieden lang in der Sauna wohlfühlen. Dies hängt von Tageszeit, körperlichem und seelischem Wohlbefinden, Hormonhaushalt und vielen anderen Faktoren ab.
Wichtig: auf den eigenen Körper hören und solange in der Sauna verweilen, wie man sich wohl fühlt. Die Durchschnittszeit beträgt 10-15 Minuten.
Der Sauna-Aufguss
Es ist eine sehr alte Gewohnheit, den Wärmereiz in der Sauna durch das Begießen der Saunasteine mit Wasser zu erhöhen. So ist der Aufguss u. a. in folgenden Badeformen bekannt:
- Finnische Sauna
- Russisches Bad
- Indianische Saunen
- Mittelalterliche Badestuben
Wirkungsweise des Sauna-Aufgusses
Beim Aufguss wird Wasser auf die bis zu 400°C heißen Steine gegossen. Das Wasser verdampft. Die Luftfeuchtigkeit wird schlagartig erhöht. Der Schwitzvorgang auf der Haut wird jäh unterbrochen, da der Schweiß aufgrund der Sättigung der Saunaluft mit Wasser nicht mehr kondensieren kann. Die Kühlung der Haut durch den Schwitzvorgang wird unterbrochen. Es bildet sich Kondenswasser auf der Haut. Mit dem Wedeln des Handtuches wird zu einem geringen Teil Wasserdampf verteilt, zum größeren Teil wird hierdurch die auf der Haut befindliche Haft-Isolierschicht „zerstört“. Die Umgebungsluft kommt direkt an die Oberhaut.
» mehr zur Wirkungsweise des Sauna-Aufgusses
Sauna für Senioren
Gerade im fortgeschrittenen Alter hat der regelmäßige Saunabesuch viele gesundheitliche Vorteile, auch wenn man erst spät damit beginnt. Besonders der stärkende Effekt für das Immunsystem ist für Senioren von großer Bedeutung. Im Alter ist es wichtig, den Körper nicht einfach vor Belastungen zu schonen, sondern ihn auch in gewisser Hinsicht zu fordern. Dies kann durch körperliche Aktivität oder auch durch den regelmäßigen Saunabesuch erfolgen.
Für Saunaanfänger in höherem Alter ist besonders der langsame Start in die Saunawelt wichtig. In der ersten Phase gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an die höheren Temperaturen – zum Beispiel durch ein Dampfbad, ein Tepidarium mit geringen Temperaturen oder Sie setzen sich in die normale Finnische Sauna auf die unterste oder mittlere Bank für zunächst 10 Minuten. Damit sich kein Hitzestau ergibt, ist die Abkühlung nach dem Saunabad auch für Anfänger sehr wichtig. Hier sollten Sie sich aber ganz langsam herantasten. Achten Sie besonders darauf, dass Sie herzfern beginnen, sich also von den Armen und Beinen in die Körpermitte vorarbeiten.
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