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Der Rückzug - Zeitzeugenbericht von Kurt Motlik

Bild von Kurt MotlikKRIEGSZEIT

Der 2. Weltkrieg an der Front

Der Rückzug

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Osten:

Frühjahr
Eine sowjetische Großoffensive auf der gesamten Frontlinie zwingt die deutschen Truppen zum Rückzug.

Schwere Kämpfe um Leningrad und auf der Insel Krim.

Deutscher Gegenangriff auf der Linie Leningrad-Moskau-Stalingrad-Kaukasus.

Herbst      
Neuerlich große Gegenoffensive sowjetischer Truppen an der gesamten Ostfront.

Umzingelung von rund 350.000 deutscher Soldaten im Raum Stalingrad.

Sowjetischer Sieg im Kaukasus.

Südosten:

Frühjahr - Sommer
Starke Widerstandsbewegungen und Partisanenkämpfe in allen Balkanstaaten.

Westen:

Mai
Schwere Verluste der deutschen U-Boot-Flotte durch „Radar“.

Deutschland verliert die Luftüberlegenheit.

Afrika:

Frühjahr
Schwere Rückschläge der Deutschen durch britische Truppen.

Herbst
Nochmals ein kurzer Vorstoß deutscher Truppen, dann aber Rückzug bis zur libysch-tunesischen Grenze.

08.11.
Landung amerikanischer Truppen in Nordafrika.

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Osten:

01.02.
Im Raum Stalingrad wird die gesamte, deutsche 6. Armee vernichtend geschlagen und kapituliert. Rund 250.000 deutsche Soldaten sind gefallen, erfroren, verhungert oder durch eine Krankheit gestorben. Die restlichen rund 100.000 wurden gefangen genommen. Nur wenige 1000 kehrten nach 10-jähriger Gefangenschaft in ihre Heimat zurück.

Frühjahr
Weiteres Vordringen sowjetischer Truppen nach Westen und Durchbruch des Ringes um Leningrad.

Sommer
Sowjetische Großoffensive mit erheblichem Geländegewinn. Die deutschen Truppen ziehen sich fluchtartig zur „Frontbegradigung“ nach Westen zurück.

Herbst  
Deutsche Truppen auf der Insel Krim eingeschlossen und besiegt.

Sowjetische Truppen erobern die Ukraine zurück und stoßen bis an die weißrussische Grenze vor.

Süden:

10.07.
Landung amerikanischer und britischer Truppen auf Sizilien.

03. - 09.09.
Amerikanische und britische Truppen landen auf dem italienischen Festland.

Die mit Deutschland verbündet gewesenen italienischen Truppen kapitulieren bedingungslos und kämpfen gemeinsam mit den Alliierten gegen die Deutschen.

Westen:

Frühjahr
Ausbau des Atlantik-Walls mit kaum überwindbaren Befestigungsanlagen durch deutsche Truppen mit französischen Zwangsarbeitern.

Starker aktiver und passiver Widerstand in Frankreich.

Herbst
Deutsche U-Boot-Flotte vernichtend geschlagen.

Afrika:

Frühjahr
In einer Zangenschlacht wird das deutsche Afrikakorps von amerikanischen und britischen Truppen vernichtend geschlagen.

Schon seit dem Jahre 1942 herrscht in Deutschland ein akuter Mangel an Arbeitskräften. Deshalb erfolgte eine Mobilisierung von Arbeitskräften durch einen staatlich verordneten „Kriegsdiensteinsatz“, von dem 80% der deutschen Frauen betroffen waren. Da auch großer Mangel an Verbrauchsgütern herrschte, nahm die Kriegsmüdigkeit der deutschen Zivilbevölkerung immer mehr zu.

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