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10 Mythen über Spinnen - Rang 9

Rang:

9

Mythos:

Spinnenweibchen fressen die Männchen nach der Paarung

Fakten:

Dies gilt nicht generell, kommt aber durchaus vor. Da Spinnen ihre Netze nicht einfach nur so bauen, sondern diese als Fallen für potenzielle Nahrung errichten, hat es ein paarungswilliges Männchen nicht wirklich einfach, sich als solches dem Weibchen vorzustellen. Das Weibchen betrachtet erst einmal alles was in ihrem Netz zappelt als Beute und somit muss das häufig kleinere Männchen auf der Hut sein und ganz spezielle Signale aussenden, um dem Weibchen seine Ambitionen klar zu machen und dieses zu beschwichtigen. Bei den meisten Spinnenarten überleben die Männchen eine Paarung, jedoch gibt es Spinnenarten wie zum Beispiel die Wespenspinnen (auch in Deutschland), bei deren Paarungsakt nur jedes 5. Männchen überlebt. 'In der Kürze liegt die Würze' wäre wohl der passende Schlachtruf für ein paarungsfreudiges Männchen dieser Spinnenart, da die Überlebenschancen gewaltig steigen, wenn der Paarungsakt nicht länger als 6 Sekunden dauert, denn dann gehen die Weibchen in den Angriffsmodus über. Dies klingt zwar alles sehr martialisch, aber für den Erhalt der Gattung ist das Verspeisen nach oder während der Paarung durchaus sinnvoll, da ein Wespenspinnenmännchen sowieso nach einer 2. Paarung sterben würde und dieses als Nahrung dem Weibchen wichtige Nährstoffe für die Eiproduktion liefern könnte.

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