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Sehenswürdigkeiten von Athen

Bauwerke

Akropolis, u. a. mit Parthenon, Niketempel, Erechtheion, Propyläen
Agora, u. a. mit dem Tempel des Hephaistos und der Athena (der am besten erhaltene Tempel Griechenlands), dem Nachbau der Stoa des Attalos (mit Agoramuseum)
Kerameikos, antike Stadtmauer mit dem Dipylon, dem größten Athener Stadttor; Gräberstraße
Pnyx, Hügel westlich der Akropolis, Ort der Volksversammlungen im klassischen Athen
Philopapposdenkmal südlich der Pnyx
Dionysostheater, hier wurden die klassischen Tragödien der großen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides uraufgeführt sowie die Komödien Aristophanes, und ab 330 v. Chr. wurde hier die Volksversammlung abgehalten
Odeion des Herodes Attikus
Römische Agora mit dem Turm der Winde
Hadriansbibliothek
Olympieion, Tempel des Olympischen Zeus, der gewaltigste Tempel des griechischen Festlands, mit über 17 m hohen Säulen
Kallimarmaro-Stadion oder Panathenäisches Stadion, 330 v. Chr. wurde das Stadion für die Panathenäischen Spiele erbaut (unter Demosthenes) und 140 n. Chr. von Herodes Atticus mit pentelischem Marmor erneuert. Der Wiederaufbau durch eine Spende des griechischen Kaufmanns Georgios Averof ermöglicht. In diesem Stadion fanden die meisten Wettkämpfe der Olympischen Spiele 1896 und die Zwischenolympiade 1906 statt.
Syntagma-Platz, U-Bahn-Station Sýntagmaplatz (auch als Museum gestaltet mit antiken beim Bau gefundenen Objekten), Parlamentsgebäude (Königspalast), stündlicher Wachwechsel der Evzonen vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten (Sonntagvormittag Aufmarsch)
Erster Athener Friedhof, Grabstätten von Heinrich Schliemann und seiner Frau Sophia, Georgios Averof, Melina Merkouri, Andreas Papandreou, Adolf Furtwängler (Archäologe), am Grab von Sophia Afendakis die „Schlafende“ (Koimoméni), das Werk eines der bedeutendsten griechischen Bildhauer, Giannoulis Chalepas (1854–1937)
Lykavittos (Berg von 277 m mitten in Athen, hervorragende Aussicht auf Athen, Zahnradbahn)
Hallen des städtischen Zentralmarkts für Fisch und Fleisch
Die Plaka ist das älteste Quartier Athens. Dort, unterhalb der Akropolis, findet man in einem labyrinthischen Gewirr von Gassen viele Tavernen, Restaurants und kleine Geschäfte.
Byzantinische Kirchen, z. B. Hagioi Theodoroi (11. Jahrhundert), Kapnikaréa (11. Jahrhundert), Hágios Ioánnis Theológos (11./12. Jahrhundert) oder Hágios Elefthérios – kleine Metropolis (11./12. Jahrhundert)
Kloster Daphni (mit byzantinischen Mosaiken)
Kloster Kaisariani

Architektur des 19. Jahrhunderts in Athen 

Mit der Gründung des griechischen Staates setzt eine rege Bautätigkeit ein. Viele Auslandsgriechen und Ausländer investieren in der Stadt. Unter König Otto und dem Stadtbaumeister Kleisthenes wird das heutige Stadtzentrum Athens angelegt. Allein der Architekt Ernst Ziller baut über 600 Gebäude und wird sogar Hofarchitekt Georgs des I. Einige wichtige Gebäude dieser Zeit sind:

Neoklassizistisches Ensemble von Akademie und Nationalbibliothek Athen. Zuerst entstand nach Plänen von Christian Hansen das Universitätsgebäude für die Nationale und Kapodistria Universität Athen (1841). 1891 wurde die Akademie der Wissenschaften nach Plänen seines um zehn Jahre jüngeren Bruders Theophil Hansen in der Ausführung Ernst Zillers eingeweiht. Ebenfalls 1891 wurde die Nationalbibliothek nach Entwürfen von Theophil Hansen fertiggestellt. In direkter Nachbarschaft befinden sich die katholische Bischofskirche (Entwurf: Leo von Klenze) und die Augenklink.
Parlamentsgebäude (der ehemalige Königspalast) am Sýntagma-Platz von Friedrich von Gärtner, angrenzender Nationalgarten und Zappeion-Ausstellungsgebäude
Peloponnesischer Bahnhof und Lárissa-Bahnhof von Ernst Ziller
Villen von Ernst Ziller, die bekanntesten sind: Wohnhaus Schliemann (heute: Numismatisches Museum) und Wohnhaus Stathatos (heute Teil des Goulandris-Museums)

Architektur des 20. Jahrhunderts in Athen 

Die Architektur des 19. Jahrhunderts war in Athen weitestgehend vom Klassizismus und der Restauration des griechischen Staates geprägt. Umso radikaler war die frühe griechische Moderne. Getrieben von der Wohnungsnot nach der Vertreibung von Griechen aus der Türkei 1921 setzte eine erneute rege Bautätigkeit ein. Die Charta von Athen, das Manifest der modernen Architektur, wurde 1933 unterzeichnet. Man bedauerte später den Verlust klassizistischer Häuser, in den letzten Jahren beginnt man aber die zentral gelegenen Appartmenthäuser der frühen Moderne in Athen zu schätzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauen vermehrt auch international bekannte Architekten in Athen. Während der Zeit der Junta werden aus Spekulationsgründen sehr viele zweitklassige Appartmenthäuser errichtet, die das Bild einiger Vorstädte prägen. Einige herausragende Gebäude der Moderne in Athen:

Appartmenthäuser in Kolonáki, Exarchía und im weiteren Zentrum 1920–1940
Terminal Ost am ehemaligen Athener Flughafen Hellenikón von Eero Saarinen, 1960–63
Botschaft der USA an der Vassilis-Sophias-Avenue von Walter Gropius, 1961
Hilton Athen, 1963

Aktuelle Tendenzen in der Architektur 

In Athen werden hauptsächlich in den Vororten neue Wohnbauten errichtet, die meisten großen Projekte betreffen aber die Infrastruktur oder sind Verwaltungsbauten. Ein städtebaulicher Segen war die Olympiade, zu der viele geplante Projekte vorangetrieben oder erst verwirklicht wurden. Zur Zeit entsteht der größte Stadtpark Europas auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Hellenikón. Einige Beispiele sind:

Athens Olympic Sports Complex, von Santiago Calatrava, 1998–2004
Fußgängerbrücke an der U-Bahn-Station Katehaki von Santiago Calatrava
Neubau der Nationalbank in der Aiolou-Straße Ecke Sophokleous-Straße von Mario Botta, 1999–2001
Gestaltung des Komplexes der Küstenlinie in Phaliro von B. Reichen und P. Robert, 2004
Neues Akropolis-Museum (im Bau) von Bernard Tschumi, 2001–2007
Onássis-Haus der Künste, Syngrou-Avenue 109, von Architecture Studio 2003–2005
Ethniki Asfalistiki Zentrale, Syngroy 103–105 von Mario Botta
Nationales Museum für Moderne Kunst in der alten Fix-Fabrik.

Museen (Auswahl) 

Allgemeine oder Museen mit vielen Sammelgebieten

Museum für kykladische Kunst (Goulandris-Museum)
Benaki-Museum, (viele spezialisierte Außenstellen)
Ellinikós Kósmos, das Interaktive Museum (in der Nähe der Metrostation Kallithea)

Archäologische Museen

Akropolismuseum
Archäologisches Nationalmuseum
Byzantinisches Museum
Archäologisches Museum Piräus

Museen jüngerer Geschichte

Volkskundemuseum in Monastiráki
Jüdisches Museum in der Pláka
Museum für traditionelle Musikinstrumente, in der Pláka
Museum der Stadt Athen (mit Modell der Stadt 1842 und erstem Thronsaal des Königs Otto)

Kunst- und Designmuseen

Nationales Museum für Moderne Kunst in der alten Fix-Fabrik.
Nationalgalerie
Glyptothek – Museum für moderne Bildhauerei
Frissiras-Museum für zeitgenössische europäische Malerei
Museum des griechischen Theaters
Schmuckmuseum Ilias Lalaounis

Technikmuseen

Kriegsmuseum (Athen)
Schiffsmuseum Trokadero Marina in Palio Faliro
Museum für Telekommunikation der OTE
Eisenbahnmuseum der OSE
Griechisches Marinemuseum Piräus

Naturkundemuseen

Naturgeschichtliches Museum Goulandis
Zoologisches Museum der Universität Athen

Sonstige spezielle Museen

Museum für Kinder
Postmuseum der ELTA
Numismatisches Museum (Athen)

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