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Belarus, Zugreise mit Raub, 2003

geschrieben von Eddi09 am: 24.02.2013 - 14:46 Uhr

26.08.2003

Protestnote an Weißrussland / Reisewarnung

Sehr geehrter Herr Botschafter,

hiermit warnen wir vor der Durchquerung Weißrusslands auf dem Landwege. In der Nacht vom 24. zum 25. August 2003, auf der Rückreise von Moskau nach Berlin per Zug, bin u.a. auch ich mit meiner Familie durch Mitarbeiter des Weißrussischen Zolls ausgeraubt worden.

Da die für Reisende gefährliche Situation an der Grenzstation Brest schon lange bekannt ist, gab es bereits Regelungen zwischen Russland und Weißrussland auf höchster politischer Ebene. Das Ergebnis ist heute, dass Weißrussland die Beraubung einzelner Reisender gezielt und organisiert durch seine Zollorgane „legitimiert“ betreibt. Der Ablauf folgt dem folgenden Schema :

Dem Reisenden wird ein (fadenscheiniger) Verstoß gegen die Weißrussischen Zollbestimmungen vorgeworfen*. Daraufhin wird er (in meinem Fall die ganze Familie mit Kind und viel Gepäck) vom Zug genommen, und es wird formal ein Protokoll darüber angefertigt, dass das gesamte vorhandene Barvermögen konfisziert wird. Danach werden mehrere Unterschriften erpresst**, der Reisende erhält sogar eine Kopie des Protokolls, und zum Abschluss erfolgt eine zynische Belehrung darüber, dass niemand gegen die Gesetze eines Staates verstoßen darf gefolgt von der Drohung, dass der Weißrussische Staat von einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung wohlwollend absieht, wenn der Reisende auf eine Meldung bei der Botschaft oder anderen behördlichen Organen verzichtet.

In der Regel befindet sich der Reisende dann in einem schockartigen Zustand und ist froh darüber, dass er mit heiler Haut entlassen wird und einen nächsten lokalen Zug in Richtung Polen besteigen darf.

An der Weißrussischen Grenze wird eine Form von Staatsterror gegen einzelne, unbescholtene Bürger unterschiedlicher Nationen, die sich im Transit befinden, organisiert betrieben. Wir bitten Sie daher, unseren Bericht an die Deutsche Botschaft in Moskau und an die Deutsche Botschaft in Minsk weiter zu leiten. Eine Veränderung der unakzeptablen Rechtsauffassung in Weißrussland kann nur erreicht werden, wenn die Russische Regierung laufend über die Zustände in Brest informiert wird, da Russland an einer Abzocke seiner Touristen durch Transitländer kein Interesse hat.

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Maschenka

26.05.2013 - 18:27 Uhr

10 Jahre später?