Häusliche Pflege – wenn der Partner zum Pflegefall wird

Manchmal geht es ganz schnell: Ein Schlaganfall beispielsweise – und aus heiterem Himmel kann der Partner, die Partnerin den Alltag nicht mehr alleine meistern. Oft steht man, sofern eine Heimunterbringung nicht in Erwägung gezogen wird, vor einer Reihe von Fragen.

Lässt die häusliche Situation eine Pflege zu oder sind ggf. Umbauten nötig?

Besonders wenn die Vorerkrankung körperliche Einschränkungen mit sich bringt, sind Umbauten oftmals nicht zu umgehen. Für die Pflege zu Hause werden auch bestimmte Utensilien und Ausstattungen benötigt, damit der Betroffene entsprechend seiner Einschränkungen optimal betreut werden kann. Ob dies nur Krankenbett, Toilettenrollstuhl oder Ähnliches sind oder ob es notwendig ist, das Badezimmer behindertengerecht umzubauen, hängt von jedem individuellen Fall ab. Sind bauliche Maßnahmen erforderlich, so sollten diese möglichst zeitnah durchgeführt werden, um eine reibungslose Betreuung gewährleisten zu können.

Bin ich psychisch sowie körperlich in der Lage, die Pflege zu übernehmen?

Trifft es den Partner bzw. die Partnerin, so stellt sich für den Pflegenden die Frage, ob er sich dazu in der Lage sieht. Das gilt für die körperliche Eignung ebenso wie für die psychische. Denn die Pflege des Partners erfordert nicht nur körperliche Kraft, sondern auch sehr viel geistige und psychische Stärke. Darüber verfügt nicht jeder und der Angehörige sollte sich auch eingestehen, wenn er es selbst nicht schafft. Für diese Fälle gibt es professionelle Pflegekräfte, die bei der Pflege und Betreuung rund um die Uhr helfen. Schon allein die Anwesenheit kann dem Pflegenden ausreichend Rückhalt geben, damit er gut und sicher mit der Situation umgehen kann.

Welche Möglichkeiten der Unterstützung gibt es?

Als Unterstützung für die Pflege des Partners/der Partnerin stehen ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung. Die Unterbringung im Heim stellt nicht nur aus Kostengründen häufig keine Option dar. Immerhin möchte man die Nähe des Partners auch weiterhin spüren und genießen. Kommt eine Pflegekraft ins Haus, so entstehen dafür natürlich auch Kosten. Allerdings stehen die kaum in einer Relation zu den Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim, sodass eine 24-Stunden-Pflege eher leistbar ist. 24-Stunden-Pflegekräfte stammen meistens aus Osteuropa und sorgen dafür, dass Pflegebedürftige sehr gut versorgt sind.

Eine ambulante Pflege ist oft sehr kostspielig – Alternative: 24-Stunden-Pflege

In manchen Fällen reicht es aus, dass eine ambulante Pflege in Anspruch genommen wird. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass diese nicht rund um die Uhr für die pflegebedürftige Person im Haus ist. Auch sind die Kosten dafür relativ hoch, sodass man überlegen sollte, ob diese für die Pflege des Partners/der Partnerin in Frage kommt. Ebenso bleibt ein Großteil der Pflege am Partner, der aber weiterhin seinen Beruf ausüben muss und oft nicht die Zeit für eine 24-Stunden-Betreuung aufbringen kann. Eine 24-Stunden-Pflegekraft ist eine gute Alternative, wenn die ambulante Pflege nicht ausreicht und man den Partner/die Partnerin gut versorgt wissen möchte. Die Pflegekraft bleibt meistens für eine oder zwei Wochen im Haushalt und übernimmt die Betreuung der pflegebedürftigen Person. Kann man mit 24 Stunden Pflege Kosten einsparen? Grundsätzlich schon. Vor allem aber kann man mit einer 24-Stunden-Pflegekraft den Alltag auch als berufstätiger Partner gut meistern und so die Zeit, die man mit seiner Liebsten/seinem Liebsten hat, genießen. Um die Kosten für eine 24-Stunden-Pflege tragen zu können, stehen auch Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Fazit

Wird der Partner oder die Partnerin durch ein unvorhergesehenes Ereignis zum Pflegefall, steht man schnell vor einer Reihe von Fragen. Mit einer 24-Stunden-Pflege weiß man als pflegender Angehöriger den Betroffenen stets in guten Händen und bestens versorgt. Die Kosten für eine 24-Stunden-Pflegekraft lassen sich steuerlich absetzen. Besonders die Tatsache, dass sich immer die gleiche Pflegekraft um den Patienten kümmert und auch für eine angemessene Freizeitgestaltung mit ihm sorgt, hilft den Pflegenden dabei, sich neben der Pflege um den Liebsten/die Liebste auch auf die Arbeit konzentrieren zu können.


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