Autofahren im Alter - Darauf sollten Sie achten

Das Thema Mobilität ist Ihnen wichtig. Um auch im Alter bequem von A nach B zu kommen, ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, dass Sie das Fortbewegungsmittel wählen, das nicht nur Ihnen dient, sondern auch eine sichere Beförderungsform darstellt. Abhängig ist die Wahl des Fortbewegungsmittels zum Großteil von Ihrer körperlichen Verfassung, aber auch von Ihrem Wohnumfeld.

Wenn Sie sehr abgelegen wohnen, ist es nahezu unmöglich, alle Wegstrecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Vielleicht können Sie auf ein Elektromobil umsteigen. Oder Sie müssen mit dem Auto fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. An sehr abgelegenen Orten kann selbst Letzteres zur Herausforderung werden, allerding gibt es in vielen Kommunen mittlerweile kleine Busse, die extra angefordert werden können (Stichwort: „Rufbus“). So kommen Sie günstig und schnell von A nach B. Wenn Sie nicht auf die flexibelste Form der Fortbewegung verzichten möchten – nämlich mit Ihrem eigenen Auto – sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen.

Abbildung 1: Autofahren im Alter ist nicht verboten. Allerdings sollten Sie sich fit genug fühlen, um aktiv am Geschehen im Straßenverkehr teilzunehmen.
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Tipp 1: Alle Sinne müssen funktionieren

Im Straßenverkehr ist es von großer Bedeutung, dass Sie gut sehen, gut hören und schnell reagieren können. Vor diesem Hintergrund sind regelmäßige Checks beim Augenarzt und beim Ohrenarzt wichtig, um mit einem optimalen Seh- und Hörvermögen hinterm Steuer zu sitzen. Wer sich sicher sein möchte, dass nicht nur die Sinnesorgane gut funktionieren, sondern auch die Reaktionsfähigkeit noch für die Teilnahme im Straßenverkehr ausreicht, kann beim TÜV Nord den Führerschein-Check absolvieren. Auf dem Prüfstand stehen dabei Belastbarkeit und Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sowie Sicherheit und Schnelligkeit.

Hinweis: Ein Führerschein-Check ist (noch) keine Pflicht für Sie. Allerdings werden immer wieder Forderungen laut, dass der Fahr-Check für Senioren irgendwann einmal kommen soll. Grundsätzlich gilt: Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie sich fit genug fühlen, um im Straßenverkehr aktiv zu werden. Bedenken Sie, dass die Zeiten hektischer geworden sind.

Tipp 2: Spartipp: Kfz-Versicherung vergleichen

Wem gehört das Auto? Und wer fährt das Auto? Je nach Versicherung können sich die Antworten auf diese Fragen auch auf die Versicherungsbeiträge auswirken.
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Zwar punkten Sie im Alter mit reichlich Fahrpraxis und neigen vermutlich eher selten dazu, bei privat organisierten, illegalen Rennen Ihre Kräfte zu messen, allerdings sind Sie vielen Versicherern ein Dorn im Auge. Da diese nicht grundsätzlich ablehnen können, Ihr Fahrzeug zu versichern, versuchen sie Sie mit horrenden Beitragszahlungen regelrecht zu vergraulen.

Um nicht unnötig viel Geld in die Kfz-Versicherung zu investieren, können Sie zweierlei tun:

  • Das Fahrzeug, das Sie nutzen, melden Sie auf eine andere Person an, die auch Versicherungsnehmer ist. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass es in der Versicherung keine Altersklausel gibt, die besagt, dass Fahrer über 60 Jahre ausgeschlossen sind. Müssten Sie dies angeben, wird der Versicherungsbetrag deutlich steigen.
  • Sie melden das Fahrzeug unter Ihrem eigenen Namen an und finden eine Versicherung, die für Fahrer, Halter und Versicherungsnehmer in einer Person keine Altersklausel verhängt. Dann könnte diese Variante durchaus die günstigere Option sein.

Tipp: Um nicht mühsam alle Versicherungen anrufen zu müssen, die Ihnen dann Versicherungsunterlagen zur Ansicht zuschicken, ist ein Kfz-Versicherungsvergleich bei Anbietern wie Verivox eine sinnvolle Entscheidung. Berechnen Sie für beide aufgezeigte Optionen die jeweiligen Versicherungsbeiträge und entscheiden Sie nach Preis und Leistung, bei welcher Kfz-Versicherung Sie Ihr Fahrzeug versichern möchten.

Tipp 3: Altersgerechtes Fahrzeug auswählen

Eine Probefahrt mit dem neuen Wagen zu machen, ist in jedem Fall sinnvoll. Nur so können Sie herausfinden, ob Sie sich im Fahrzeug wohlfühlen und auch gut mit den Maßen und der Technik zurechtkommen.
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Natürlich trägt kaum ein Auto das Schild „altersgerecht“. Allerdings hat der ADAC zu eben diesem Thema einen Test durchgeführt, dessen Ergebnisse die Redaktion von Autobild online schildert. Im Fokus stand dabei die Suche nach Fahrzeugen, die den körperlichen Einschränkungen von älteren Personen zugutekommen und diese idealerweise sogar ein Stück weit ausmerzen. Vor dem Hintergrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit sowie eines schlechten Hör- und Sehvermögens kam der ADAC zu diesen Einzelergebnissen:

  • Note: 1,8. VW Sharan
  • Note: 2,0. Renault Scénic, VW Golf VII, VW Passat Variant, VW Golf Plus, BMW 3er GT
  • Note: 2,1. Opel Mokka
  • Note: 2,3. Kia Carens
  • Note: 2,4. Volvo V40
  • Note: 2,5. Renault Captur, Peugeot 2008, Renault Mégane
  • Note: 2,6. Skoda Fabia

Tipp: Die Bandbreite der hier aufgeführten Modelle ist enorm groß. Deswegen hilft eine Probefahrt sicherlich dabei, das passende Modell zu finden. Ein Modell passt dann zu Ihnen, wenn Sie sich beim Fahren wohlfühlen. Sie haben eine gute Sicht und können alles gut bedienen. Zudem müssen Sie testen, ob Sie lieber höher sitzen oder lieber tiefer. Ein hohes Modell erleichtert zwar das Einsteigen, allerdingt macht sich dieser Vorteil nur bei großen Personen bemerkbar. Kleinere Menschen könnten mitunter sogar Probleme beim Ein- und Aussteigen bekommen. Darüber hinaus sollten Größe und Ausstattung des Fahrzeugs zur Nutzung passen. Wer nur innerstädtisch fährt, sollte auf kleinere Modelle setzen. Wer ab und an noch mit dem Auto in den Urlaub fahren will, sollte auf größere Automodelle setzen.


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