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Beiträge von heribert

Der Tod der Demokratie

von: heribert

27.11.2013 - 13:36 Uhr

Gefällt mir gar nicht.

50 Roboter für 160 Mitarbeiter

von: heribert

10.10.2013 - 09:23 Uhr

160 Menschen verlieren bei Infineon in Dresden ihren Job, weil sie durch 50 Roboter ersetzt werden. Der Mensch kostet eben zu viel. Was für ein Fortschritt ...

WC-Sitz mit Absenkautomatik

von: heribert

03.03.2013 - 11:00 Uhr

Weiß jemand, wo ich hochwertige WC-Sitze mit Absenkautomatik kaufen kann. Baumärkte und Einrichtungshäuser bieten immer nur Billigprodukte an, die nach 3 Monaten nicht mehr funktionieren - also ich meine die Absenkautomatik. Danke

Bitte was Positives

von: heribert

03.01.2013 - 15:46 Uhr

Das Jahr ist noch gar nicht so alt und es gibt schon wieder nur negative Nachrichten. Kann mir bitte jemand etwas Positives berichten. Vielleicht ist ja auch mal was Schönes dabei, das man mal wieder durchatmen kann.
Danke

Volksentscheid- S21

von: heribert

15.11.2011 - 14:29 Uhr

Ja genau. Das Ziehen und Zerren muss endlich ein Ende finden. Klarheit muss her. Ich bin auf jedenfall dabei. Werde gegen den Ausstieg des Landes stimmen, da die Vertragsstrafen enorm wären und der neue Bahnhof ja auch einiges bringt. Heißt nicht, dass ich über die exorbitanten Kosten für den Bahnhof glücklich bin, aber einen Tod muss man ja sterben.

Über das Lesen

von: heribert

30.04.2007 - 14:04 Uhr

Hallo zusammen,

dieses Kapitel über das Lesen finde ich einfach schön:

Auszüge aus Tucholskys "Wo lesen wir unsere Bücher?"

Wo -?
Im Fahren.

Denn in dieser Position, sitzend-bewegt, will der Mensch sich verzaubern lassen, besonders wenn er die Umgebung so genau kennt wie der Fahrgast der Linie 57 morgens um halb neun. Da liest er die Zeitung. Wenn er aber zurückfährt, dann liest er ein Buch. Das hat er in der Mappe. (Enten werden mit Schwimm- häuten geboren - manche Völkerschaften mit Mappe.) Liest der Mensch in der Untergrundbahn? Ja. Was? Bücher. Kann er dort dicke und schwere Bücher lesen? Manche können es. Wie schwere Bücher? So schwer, wie sie sie tragen können. Es geht mitunter sehr philosophisch in den Bahnen zu. Im Autobus nicht so - der ist mehr für die leichtere Lektüre eingerichtet. Manche Menschen lesen auch auf der Straße ... wie die Tiere.

Die Bücher, die der Mensch nicht im Fahren liest, liest er im Bett .... Sehr ungesund. Doch - sehr ungesund, weil der schiefe Winkel, in dem die Augen auf das Buch fallen ... fragen Sie Ihren Augenarzt. Fragen Sie ihn lieber nicht; er wird Ihnen die abendliche Lektüre verbieten, und Sie werden nicht davon lassen - sehr ungesund. Im Bett soll man nur leichte und unterhaltende Lektüre zu sich nehmen sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere, wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere Arten aber nicht.

Dann lesen die Leute ihre Bücher nach dem Sonntagessen - man kann in etwa zwei bis zweieinhalb Stunden bequem vierhundert Seiten verschlafen.

Manche Menschen lesen Bücher in einem Boot oder auf ihrem eigenen Bauch, auf einer grünen Wiese. Besonders um diese Jahreszeit.

Manche Menschen lesen, wenn sie Knaben sind, ihre Bücher unter der Schulbank.

Manche Menschen lesen überhaupt keine Bücher, sondern kritisieren sie.

Manche Menschen lesen die Bücher am Strand, davon kommen die Bücher in die Hoffnung. Nach etwa ein bis zwei Wochen schwellen sie ganz dick an - nun werden sie wohl ein Broschürchen gebären, denkt man - aber es ist nichts damit, es ist nur der Sand, mit dem sie sich vollgesogen haben. Das raschelt so schön, wenn man umblättert ...

Manche Menschen lesen ihre Bücher in ... also das muss nun einmal ernsthaft besprochen werden.

Ich bin ja dagegen. Aber ich weiß, dass viele Männer es tun. Sie rauchen dabei und lesen. Das ist nicht gut. Hört auf einen alten Mann - es ist nicht gut. Erstens, weil es nicht gut ist, und dann auch nicht hygienisch, und es ist auch wider die Würde des Dichters, der das Buch geschrieben hat und überhaupt. Gewiss, kann man sich Bücher vorstellen, die man nur dort lesen sollte, 'Völkische Beobachter' und dergleichen. Denn sie sind hinterher unbrauchbar: so nass werden sie. Man soll in der Badewanne eben keine Bücher lesen. (Aufatmen des gebildeten Publikums.)

Merke: Es gibt nur sehr wenige Situationen jedes menschlichen Lebens, in denen man keine Bücher lesen kann, könnte, sollte ... Wo aber werden diese Bücher hergestellt? Das ist ein anderes Kapitel.

(verlegt vom Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg)

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