Bild von übereinandergeschlagenen Beinen

Autogenes Training: Das Zurücknehmen

Ähnlich wie das Einnehmen der Körperhaltung vor einer AT-Übung ist auch die Beendigung der Übung in einer systematischen, standardisierten und bewussten Art und Weise vorzunehmen. Körper und Psyche müssen ja nach der Entspannung - ähnlich wie nach dem Schlafen - wieder auf den Wachzustand eingestellt, "wachgerüttelt" werden. Auf dieses Zurücknehmen wird nur dann verzichtet, wenn man das Autogene Training als Einschlafhilfe nutzt.

Damit das Zurücknehmen vom Körper im Laufe des Einführungskurses automatisiert werden kann, sollte man immer die gleiche Abfolge der folgenden Anweisungen einhalten:

Das Zurücknehmen:

1. Fäuste ballen! Arme fest!

Die Hände werden mehrmals zu Fäusten geballt und wieder geöffnet. Die Arme werden mehrmals kräftig gebeugt und gestreckt. Man richtet den Oberkörper auf.

2. Tief atmen!

Es wird mehrmals tief und hörbar ein- und ausgeatmet.

3. Augen auf!

Die Augen werden geöffnet, ggf. leicht gerieben.

Der Ablauf des Zurücknehmens aus einer AT-Übung ist also sehr ähnlich zu dem Verhalten, das viele Menschen nach dem Erwachen zeigen. Andere Verhaltensweisen (wie etwa Kniebeugen oder andere kurze gymnastische Übungen) können natürlich nach einer Übung zusätzlich eingesetzt werden. Wichtig ist nur, dass dies in systematischer, bewusster Form nach jeder Übung gleichartig geschieht, so dass der Körper die Umstellung von der Entspannung auf den Wachzustand mit der Zeit automatisiert. Dieses Vorgehen empfiehlt sich übrigens auch Menschen, die morgens nach dem Erwachen "Anlaufschwierigkeiten" haben.


Weitere Themen in der Rubrik "Autogenes Training":