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Zahnbehandlungen in Budapest

„Der Gang zum ungarischen Zahnarzt ist nicht mehr viel aufwändiger als der Gang zum deutschen Zahnarzt“

Umfangreiche Zahnbehandlungen wie Zahnersatz und Implantate werden immer teurer. Inzwischen müssen deutsche Patienten etwa 60 Prozent der Kosten selbst tragen; für neuen Zahnersatz beispielsweise zahlen sie derzeit durchschnittlich 1.382 Euro, ergab der „Barmer GEK Zahnreport 2013“. Deshalb liegt es im Trend, Zahnbehandlungen im Ausland – vor allem in Ungarn – vornehmen zu lassen. Dort sind Behandlungen um bis zu 70 Prozent günstiger, während die Qualitätsstandards mindestens denen in Deutschland entsprechen. Entsprechend positiv ist das Ergebnis: Laut einer Umfrage unter den Versicherten der Techniker Krankenkasse waren 85% mit einer Zahnbehandlung im Ausland sehr zufrieden, 14% waren zufrieden.

Artur Harmathy, Geschäftsführer der Budapester Zahnklinik Bavaria Dental, beantwortet für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema „Zahnbehandlung in Ungarn“.

Weshalb lohnt es sich für deutsche Patienten, ihre Zähne in Ungarn behandeln zu lassen?

AH: Weil wir die gleichen Qualitätsstandards zu deutlich günstigeren Konditionen anbieten: Eine Vergleichsstudie hat gezeigt, dass wir bis zu 70 Prozent günstiger sind als deutsche Zahnärzte. Besonders lohnt sich die Reise, wenn der Patient Zahnersatz benötigt, also bei Implantat-Behandlungen, Prothesen, Brücken etc. Generell gilt: Je umfangreicher die Behandlung in Deutschland wäre, desto größer ist die Ersparnis bei einer Behandlung hier in Ungarn.

Ist eine Zahnbehandlung in Ungarn medizinisch denn überhaupt mit deutschen Leistungen vergleichbar?

AH: Ja, absolut. Wir beziehen die gleichen Materialien wie auch die Zahnarztpraxen in Deutschland, sie sind CE-zertifiziert und entsprechen den westeuropäischen Standards. Deshalb geben wir z.B. auf festsitzenden Zahnersatz fünf Jahre Garantie – in Deutschland sind lediglich zwei Jahre vorgeschrieben.

Auch die Geräte stammen alle von deutschen Markenherstellern, beispielsweise Siemens oder Miele. Teilweise übertreffen wir sogar die deutschen Standards: Unser Volumentomograph, der einmalig in Ungarn ist, ist auch in Deutschland bisher nur in vereinzelten Praxen zu finden. Er ermöglicht beispielsweise bei Implantatbehandlungen eine viel genauere Diagnose als eine digitale Röntgenaufnahme, was die Behandlung erheblich vereinfacht.

Und wie sieht es mit der Qualifikation der Zahnärzte aus?

AH: Die meisten unserer Zahnärzte haben bereits in Deutschland oder Österreich praktiziert und teilweise auch studiert, sie sind also mit den westeuropäischen Standards vertraut. Außerdem ist die Ungarische Semmelweis-Universität, an der auch viele deutsche Zahnärzte studiert haben, international angesehen.

Sollte dennoch einmal eine Nachbehandlung notwendig sein, muss der Patient dann noch einmal nach Ungarn fahren?

AH: Für kleinere Nachbehandlungen haben wir in ganz Deutschland Partnerzahnärzte, die der Patient aufsuchen kann. Für größere Behandlungen oder im Garantiefall wird der Patient tatsächlich noch einmal nach Budapest eingeladen; in diesem Fall übernimmt Bavaria Dental alle Reise- und Behandlungskosten.

Wie kann es sein, dass eine vergleichbare Zahnbehandlung in Ungarn so viel günstiger ist als in Deutschland?

AH: Wir unterliegen keinem Kassenzwang, außerdem wenden wir keine Mischkalkulation an. Das heißt, wir müssen keine unrentablen Behandlungen durch teurere Behandlungen quersubventionieren. Zudem sind die Lohnnebenkosten und die Steuersätze in Ungarn niedriger als in Deutschland – diese Ersparnis können wir an unsere Patienten weitergeben.

Wie viel bezahlt die Krankenkasse für eine Zahnbehandlung in Ungarn?

AH: Die Krankenkasse bezahlt für eine Behandlung in Ungarn denselben Zuschuss, den sie auch für eine Behandlung in Deutschland übernehmen würde. Kostet also beispielsweise eine Behandlung in Deutschland 10.000 Euro, in Ungarn dagegen nur 4.000 Euro, und bezahlt die Kasse 1.500 Euro, dann erhält der Patient diesen Betrag auch dann, wenn er sich in Ungarn behandeln lässt.

Sie haben nun viele Gründe genannt, die für eine Zahnbehandlung in Ungarn sprechen. Weshalb nehmen bisher noch nicht mehr Patienten dieses Angebot an?

AH: Ich denke, dass bisher die Hemmschwelle zu groß war. Die Patienten wussten nicht wie sie nach Ungarn kommen sollen, wo sie dort wohnen können, ob sie die gleiche Qualität erhalten und was im Garantiefall passiert. Deshalb haben wir alle diese Hindernisse beseitigt, beispielsweise buchen und bezahlen wir Flug und Hotel. So ist der Gang zum ungarischen Zahnarzt nicht mehr viel aufwändiger als der Gang zum deutschen Zahnarzt.

Was genau muss ich als Patient tun, wenn ich mich für eine Behandlung in Budapest entscheide?

AH: Hier gibt es drei Möglichkeiten: Ideal wäre es, das Angebot „Zahncheck“ anzunehmen. Für 199 Euro fliegt der Patient nach Budapest, lässt sich beraten und lernt die Klinik, die Zahnärzte, das Hotel und auch die Stadt kennen. Im Preis sind bereits Flug, Übernachtung, Flughafentransfer, die Untersuchung inklusive Panorama-Röntgenbild sowie die Erstellung eines Heil- und Kostenplanes für die Krankenkasse enthalten. Sollte der Patient diese Möglichkeit nicht haben, kann er uns auch ein digitales Panorama-Röntgenbild zuschicken, an dem wir uns orientieren können, um ein Angebot zu erstellen. Die dritte Möglichkeit ist, uns einen deutschen Heil- und Kostenplan zuzuschicken. Der Patient erhält auf dieser Grundlage ein Gegenangebot; in diesem Fall müssen wir uns allerdings auf die Diagnose des deutschen Zahnarztes verlassen – diese könnte sich vor Ort unter Umständen noch einmal ändern.

Weitere Informationen unter www.bavaria-dental.de

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