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Riesling

Rebsorte:

Weiß

Die Riesling-Traube gilt als eine der besten und wichtigsten Weißweintrauben. Vor allem in kühleren Gegenden werden die besten Ergebnisse erzielt.  Riesling wird weltweit angebaut. Die deutschen Riesling-Weine genießen ein hohes Ansehen auf den internationalen Weinmärkten. Viele deutsche Spitzenlagen sind fast ausschließlich mit Riesling kultiviert.

Anbauorte:

  • Deutschland
    (In Dtl. wird Riesling in allen Anbauregionen kultiviert. Die bekanntesten sind Appenheimer Hundertgulden, Bernkasteler Doctor, Brauneberger Juffer-Sonnenuhr, Erbacher Marcobrunn, Forster Kirchenstück, Forster Ungeheuer, Hattenheimer Pfaffenberg, Maximin Grünhäuser Abtsberg, Monzinger Frühlingsplätzchen, Östricher Lenchen, Rauenthaler Baiken, Rüdesheimer Berg, Scharzhofberg, Schloss Johannisberg, Ürziger Würzgarten, Wehlener Sonnenuhr, Winninger Uhlen, Würzburger Stein.)
  • Österreich
    (Wachau Kremstal Kamptal Zöbinger Heiligenstein, Kremser Gebling Traisental)
  • Frankreich
    (Elsass)
  • Luxemburg
  • Australien
  • Neuseeland
  • Moldawien
  • USA

Geschichte:

Als Elternteile des Riesling wurden mittels molekularbiologischer Untersuchungen der Heunisch und ein Traminer-Sämling ermittelt.
Der Riesling verbreitete sich im ausgehenden Mittelalter vom Rheintal aus in die anderen deutschen Anbaugebiete. Erste Erwähnungen der Riesling-Rebe stammen aus Rüsselheim im Jahr 1435. Bingen folgte 1463 und an der Mosel wurde 1464 von der Riesling-Rebe berichtet. Der erste Erwähnung eines Riesling-Weinbergs stammt aus Worms im Jahr 1490. Wegen seiner recht niedrigen Erträge und der späten Reife konnte sich der Riesling aber nur sehr langsam durchsetzen.

Durch die Verfügung des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen im Jahr 1787, ausschließlich Riesling in seinem Herschaftsgebiet zu kultivieren, wurde letztendlich das Weinanbaugebiet Mosel das größte  zusammenhängende Rieslinganbaugebiet der Welt.

Das Streben nach höchster Qualität und ständig steigende Weinpreise führten Ende des 19. Jhd. zu einer starken Zunahme des Riesling-Anbaus. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die deutschen Rieslingweine teils höher eingeschätzt und ähnlich bepreist wie die großen französischen Rotweine.

Eigenschaften:

Der Riesling ist eine sehr anspruchsvolle Traube, da er sehr spät reift. Eine optimale Lage bieten die steinigen, stark lehmigen und wärmespeichernden Steillagen an den Flusstälern, wie z. B. am Main in Franken, an der Mosel, an der Nahe, am Rhein, an der Ruwer, an der Saar oder in der Wachau. Zu den weltweit begehrtesten Rieslingreben zählen zurzeit die Weine an der Mosel, Saar und Ruwer wegen der starken Mineralität im Boden. Das warme Klima der letzten Jahre ist für den Riesling eher schädlich, so dass bei weiterer Klimaerwärmung eher von einem Rückgang des Riesling-Anbaus in den heutigen Spitzenlagen auszugehen ist. Der „Jahrhundertjahrgang 2003“ hat eindeutig gezeigt, dass dieses warme Klima für die Riesling-Traube eher ungünstig ist.

Die Farbe der Riesling-Traube reicht von blass-gelb bis goldgelb. Im Geschmack finden sich viele fruchtige Aromen, wie z. B. Apfel, Grapefruit, Zitrone, Pfirsich. Riesling-Weine sind leicht bis mittelschwer, frisch, stahlig, rassig und mineralisch. Der Riesling kann den Charakter der jeweiligen Lage besonders gut zum Ausdruck bringen. Aufgrund des hohen Säuregehalts können Rieslingweine sehr lange gelagert werden ( bis zu 10 Jahren).

Riesling eignet sich auch zur Schaumwein-Herstellung.
 

Rebsorten-Synonyme:

Klingelberger, Rajnai Rizling, Rheinriesling, White Riesling, Ryzlink Rynsky, Starovetski, Johannesberger

Anbaufläche:

20.627 ha Anbaufläche in Dtl. (2004) (über 20 % der vorhandenen Rebfläche)
1.615.000 hl Gesamtertrag (Stand: 2003)   

Essen & Wein:

Fisch

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