Drei Tipps gegen Vergesslichkeit

Jeder dritte Deutsche, der älter als 65 Jahre alt ist, klagt über Vergesslichkeit im Alltag. Viele fürchten, dement zu werden. Jedoch steckt hinter Gedächtnisstörungen nicht immer eine schwerwiegende Erkrankung. Nachlassende geistige Leistungsfähigkeit ist eine normale, wenn auch unangenehme Begleiterscheinung des Alters. Neben der körperlichen Leistungsfähigkeit nimmt auch die geistige ab. Dies müssen Senioren aber nicht einfach als gegeben akzeptieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gehirn im Alter fit zu halten. Bewegung, Gehirntraining und eine gesunde Ernährung sind die drei Säulen, um Vergesslichkeit vorzubeugen.

Bewegung

Bewegung ist für die Gesundheit in jedem Lebensabschnitt ungemein wichtig. Wer sich nicht fit hält, baut automatisch ab. Bewegung trainiert die Muskeln, sorgt für eine bessere Durchblutung und fördert den Sauerstofftransport. Eine Studie schwedischer Wissenschaftlicher hat ergeben, dass Menschen, die sich im mittleren Alter wenig bewegt haben, ein dreifach so hohes Risiko für Alzheimer haben – Bewegung hält nämlich auch das Gehirn jung. Dennoch ist es nie zu spät, mit Sport zu beginnen. Senioren sollten aber natürlich nur Sport machen, der ihrem Alter und ihrem Fitnessgrad angemessen ist. Wer in der Vergangenheit sportlich wenig aktiv war, darf im Alter nicht denken, er könne einen Marathon laufen. Sport im Übermaß führt nur zu Verletzungen. Auch sollten Senioren sich bei ihrem Hausarzt gründlich durchchecken lassen, bevor sie mit dem Sport beginnen.

Gehirntraining

Eine sehr gute vorbeugende Maßnahme gegen altersbedingte Vergesslichkeit, ist das gezielte Training des Gehirns. Es fördert die Erhaltung bestehender Nervenzellen und die Bildung neuer. „Man lernt nie aus“ ist ein Spruch, der sehr viel Wahres beinhaltet: Man sollte auch im Alter offen für Neues sein und neue Dinge lernen. Wie wäre es also beispielsweise mit dem Erlernen einer Fremdsprache oder mit einem Tanzkurs? Auch kreative Hobbys wie Malen und Fotografieren fordern das Gehirn auf verschiedenste Weise. Wichtig ist auch, generell am sozialen Leben teilzunehmen, weil man so ständig mit Neuem konfrontiert wird. Problematisch ist es hingegen, wenn sich Senioren zurückziehen. Die Einsamkeit fördert den geistigen Verfall.

Gesunde Ernährung

Mit der Ernährung unterstützt man die Gesundheit des eigenen Körpers, und das gilt im Alter mehr denn je. Die Ernährung kann beeinflussen, in welchem Maße die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt. Senioren sollten deshalb darauf achten, dass sie sich ausgewogenen ernähren und ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind. Um der abnehmenden geistigen Leistungsfähigkeit entgegen zu wirken, spielt die Nährstoffversorgung des Gehirns eine entscheidende Rolle. Besonders wichtig für das Gehirn ist die Versorgung mit B-Vitaminen und Eisen. Eine Studie der Oxforder Universität hat außerdem ergeben, dass Vitamin B12 bei altersbedingtem Gedächtnisverlust helfen kann. Es ist in Fleisch, Fisch und Milchprodukten enthalten. Ein Mangel an Folsäure kann das Risiko für Depressionen und Gedächtnisverlust erhöhen. Für eine ausreichende Versorgung mit Folsäure sollten grünes Gemüse, Orangensaft und Hefe auf dem Speiseplan stehen.

Was man noch tun kann

Neben ausreichend Bewegung, Gehirntraining und einer gesunden Ernährung können Arzneimittel altersbedingten Gedächtnisstörungen entgegenwirken. In einigen sogenannten Antidementiva ist das Pflanzenextrakt aus den Blättern des Baumes Ginkgo biloba enthalten. Eine genaue Beschreibung der Heilpflanze gibt es unter gingium.de.

Ginkgo verbessert die Durchblutung des Gehirns, optimiert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung und stärkt die Nervenzellen. Spezialextrakte aus den Ginkgo-Blättern, die mit komplexen High-Tech-Verfahren gewonnen werden, können daher bei altersbedingten Gedächtnisproblemen helfen. Wenn Sie Gedächtnisprobleme bei sich beobachten, sollten Sie trotz allem immer zuerst einen Arzt aufsuchen und die Ursachen für Ihre Gedächtnisprobleme klären.


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