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Sport und Kohlenhydrat-Verwertung

Wie oben beschrieben kann ein hoher Anteil an einfachen Kohlenhydraten in der Nahrung zu Übergewicht aber auch zu Stoffwechsel- und Herz- Kreislauf-Erkrankungen führen. Bei der Therapie wird neben der Ernährungsumstellung auch die körperliche Aktivität gefördert. Der Grund darin liegt in der Reduktion des Blutzuckerspiegels. Ein hoher Blutzuckerspiegel ist gerade bei Übergewichtigen durch ein Überangebot an Kohlenhydraten bedingt. Der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr in der Form, dass ausreichend Insulin den Zucker in die Zellen bringt.

An dem Punkt kann man jedoch mit körperlicher Aktivität ansetzen: Sport, besonders im Sinne von Ausdauersport, fördert die Verarbeitung von Kohlenhydraten im Körper. Kohlenhydrate gelten als ökonomischste Energiequelle bei geistiger und körperlicher Aktivität, da sie in kurzer Zeit viel Energie liefern. Wer sich sportlich betätigt kann somit seinen Blutzuckerspiegel reduzieren, da die Kohlenhydrate für die Muskelarbeit benötigt werden.

Im Gegensatz zur Energiequelle der Fette sind die Kohlenhydratspeicher allerdings früh ausgeschöpft. Kohlenhydrate werden in der Muskulatur in Form von Glykogen gespeichert. Die Kapazität der Glykogenspeicher ist stark vom Trainingszustand abhängig. Je trainierter der Körper ist, desto mehr Glykogen kann in der Muskulatur gespeichert werden, um entsprechend schnell als Energiequelle genutzt zu werden. Je häufiger sich nun ein Untrainierter körperlich betätigt, desto besser arbeitet sein Kohlenhydratstoffwechsel. Übrigens:

In einer Diabetes-Therapie können Diabetiker von körperlicher Aktivität profitieren, indem sie nach einiger Zeit weniger bis gar kein Insulin mehr spritzen müssen.

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