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Skiunfälle: Das Knie ist die größte Problemzone

Glitzernder Neuschnee, strahlende Sonne – für viele Sportbegeisterte geht es bald ab in den unberührten Hang. Allerdings findet das weiße Glück oftmals ein jähes Ende. Schuld kann eine versteckte Eisplatte sein oder auch mangelnde Vorsicht und Vorbereitung.

Foto von Dr. RenschlerIn der letzten Skisaison verletzten sich über 48.000 Deutsche beim Skifahren.  „Das Knie ist das anfälligste Gelenk unter Skisportlern“, weiß Dr. med. Wolfgang Renschler, Sektionsleiter der Klinik für Orthopädie und Traumatologie der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. „Gefährlich für die Skisportler sind besonders die typischen Drehbewegungen bei geringem Tempo oder gar Stillstand. Hierbei kommt es zu einem ungünstigen Hebelmechanismus, der von der Muskulatur nicht mehr gehalten werden kann, so dass das vordere Kreuzband reißt.“

Skisportverletzte dürfen heute auf gute Behandlungsmethoden vertrauen

Bei frischer Ruptur ist schnelle Hilfe nötig: Der Eingriff erfolgt in Groß-Umstadt bereits innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden. „Wir operieren Kreuzbänder arthroskopisch, also durch das Schlüsselloch. Es genügen dabei nur drei minimale Einschnitte am Schienbeinkopf.  Nach der OP werden die Patienten ab dem ersten Tag mobilisiert und erhalten Physiotherapie. So stellen wir die Beweglichkeit wieder her und das Knie schwillt schneller ab", erzählt Dr. Renschler.

Durch die enorme Weiterentwicklung der arthroskopischen Operationstechniken sind die Behandlungsmöglichkeiten für Kniegelenkverletzungen in den letzten Jahren erheblich verbessert worden. „Kürzere Operationszeiten, ein geringeres Operationstrauma, weniger Schmerzen und ein besseres kosmetisches Ergebnis sprechen heute für diese minimal-invasive Operationsmethode“, so Renschler.

Zusammenschluss von Orthopäden in Südhessen

Um über die Möglichkeiten neuer, schonenderer Operationsmethoden aufzuklären und den schnellen Informationsfluss zwischen allen Ärzten in Südhessen zu gewährleisten, veranstalten die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für niedergelassene Ärzte. Kürzlich konnten interessierte Ärzte die Durchführung einer Live-Operation am vorderen Kreuzband verfolgen und währenddessen Fragen an die behandelnden Ärzte der Kreiskliniken stellen. Dr. med. Jochen Britsch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Reinheim und Teilnehmer der Veranstaltung, hält einen solchen Zusammenschluss aller Fachärzte in der Region für notwendig, um die bestmögliche Versorgung von Kreuzbandrissen und Meniskusschäden sicherzustellen: „Mit diesen Krankheitsbildern sind niedergelassene Ärzte tagtäglich konfrontiert. Ein kontinuierlicher Austausch von Kompetenzen untereinander ist besonders bei den schwierigeren Knieoperationen hilfreich. Wir alle wollen die Betroffenen optimal und patientenschonend behandeln, damit sie rasch wieder sportfähig werden und kein Dauerschaden am Kniegelenk entsteht.“

Gute Vorbereitung kann Unfälle verhindern

So gut die Behandlung auch sein mag, besser ist auf jeden Fall ein unfallfreies Skivergnügen. Dazu empfehlen die Experten allen Hobbysportlern eine gute Vorbereitung: „Koordination, Kraft und Ausdauer sind der Schlüssel zum Erfolg. Wer eine gute Grundlagenausdauer hat, vermeidet Ermüdungsunfälle“, so Dr. Renschler.

Über die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg behandeln als Klinikverbund an den Standorten Groß-Umstadt und Jugenheim jedes Jahr mehr als 30.000 Patienten stationär und ambulant. Mit mehr als 450 Planbetten sind sie der zuverlässige medizinische Versorger in der Region. Rund 750 Mitarbeiter und hochmoderne medizinische Standards garantieren eine bestmögliche Versorgung der Patienten. Weitere Informationen unter:

www.kreiskliniken-darmstadt-dieburg.de

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