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Rommé

» Spieleranzahl: 2 bis maximal 6

» Spielkarten: 2 x 52 Karten, 2 Joker

» Dauer: 1 Stunde und mehr

» Schwierigkeitsgrad: hoch

Rommé ist eines der populärsten Spiele der Welt. Dabei ist nicht einmal geklärt, wo die Wurzeln dieses Kartenspiels liegen. Fest steht jedenfalls, dass Rommé nicht aus Frankreich stammt, sondern an das Pokerspiel anknüpft. Außerdem gehört es zu den Spielen mit zahlreichen Variations-möglichkeiten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie sich zunächst auf die Regeln einigen!

Die aufsteigende Rangfolge der Karten:

Zwei (2P.); Drei (3P.); Vier (4P.); Fünf (5P.); Sechs (6P.); Sieben (7P.); Acht (8P.); Neun (9P.); Zehn (10P.); Bube (10P.); Dame (10P.); König (10P.); Ass (10P.)
Die beiden Joker gehören nicht zu dieser Wertung. Sie können aber jede beliebige Karte ersetzen. Dort zählen sie so viel wie die vertretene Karte.

Ziel des Spiels ist es, die eigenen Karten so schnell wie möglich abzulegen. Um das zu erreichen, können Sie ganze Sätze oder Sequenzen bilden.
Unter einem Satz versteht man Karten des selben Wertes, aber mit unterschiedlicher Farbe. Eine Sequenz ist eine Folge von Karten der selben Farbe, geordnet nach Wert. Ein Satz umfasst also immer maximal vier Karten. Eine Sequenz besteht dagegen aus maximal 13 Karten. Sie darf aber nur Karten ohne Unterbrechung der Abfolge beinhalten.
Das Ass nimmt beim Rommé eine Sonderstellung ein. Es darf sowohl vor der Zwei als auch als letzte Karte hinter dem König gelegt werden. Folgende Reihenfolge ist jedoch streng verboten: König, Ass, Zwei.
Wird das Ass als Eins eingesetzt, zählt es nur ein Auge. Kommt es direkt nach dem König, bringt das Ass elf Punkte.

Spielverlauf

Der Geber verteilt zunächst 13 Karten pro Spieler und legt den Rest in den Talon. Die oberste Karte des Stapels wird aufgedeckt daneben gelegt. Jetzt darf der erste Spieler wählen, ob er die aufgedeckte Karte haben möchte. Wahlweise kann er auch eine neue Karte vom Talon ziehen. Er muss in jedem Fall eine Karte aus seiner Hand offen neben den Talon legen.
Haben Sie vom Talon gezogen, müssen Sie Ihre Karte auf den offen liegenden Stapel platzieren. Der nächste Spieler kann nur zwischen dieser oder einer Karte vom Stapel wählen.
Wenn Sie vollständige Sätze oder Sequenzen auf der Hand haben, die zusammen 30 oder mehr Punkte ergeben, dürfen Sie diese offen vor sich auslegen.

Wichtig:
Zum Auslegen muss jeder Satz und jede Sequenz aus mindestens drei Karten bestehen. Jetzt dürfen Sie auch an die Sequenzen und Sätze Ihrer Mitspieler anbauen. Sie können diese verändern und hier und da eine Karte wegnehmen, auch einen Joker, wenn Sie dafür die passende Karte besitzen. Erlaubt ist sogar, mit Karten aus dem Blatt Ihres Gegners neue Sätze und Sequenzen zu formen. Voraussetzung ist allerdings, dass immer Sätze und Sequenzen bleiben. Und Sie dürfen keine Karten in Ihr Blatt aufnehmen.
Wenn Sie Ihren Joker ausspielen, müssen Sie deutlich ansagen welche Karte er vertritt.

Beispiel:
Es liegen ein Joker, ein Herz Bube sowie ein Karo Bube. In diesem Fall kann der Joker den Pik oder den Kreuz Buben vertreten.
Ihre Mitspieler haben ein Recht darauf, zu erfahren, für welche Karte der Joker im Spiel ist. Schließlich ist dies nicht unwichtig, wenn einer von ihnen den Joker austauschen möchte. Wenn der Spieler die fehlende Karte besitzt, um den Joker auszutauschen, darf er in diesem Zug keine weitere Karte legen.

Abrechnung

Wenn Sie alle Ihre Karten abgelegt haben, geht die Partie an Sie! Die Karten Ihrer Mitspieler werden als Minuspunkte verbucht. Jeder Joker zählt 40 und jedes Ass elf Minuspunkte.

Wichtig:
Riskieren Sie nicht, einen Joker zu lange in der Hand zu halten! Schließlich müssen Sie für jeden Minuspunkt einen zuvor festgelegten Betrag an den Gewinner bezahlen. Ein Joker kann also richtig teuer werden. Und ein Ass ist auch nicht viel billiger.

Gin-Rommé

Diese Variante stammt aus dem 19. Jahrhundert und boomte zunächst in Amerika. Heute gehört Gin-Rommé zu den beliebtesten Spielen überhaupt. Allerdings sind Sie bei der Spielerzahl festgelegt: Gin-Rommé kann nur zu zweit gespielt werden.
Eingesetzt wird ein 52er Blatt - und zwar ohne Joker.

Die aufsteigende Rangfolge der Karten:
Ass (1P.); Zwei (2P.); Drei (3P.); Vier (4P.); Fünf (5P.); Sechs (6P.); Sieben (7P.); Acht (8P.); Neun (9P.); Zehn (10P.); Bube (10P.); Dame (10P.); König (10P.)

Vor Spielbeginn wird der Geber durch das Kartenziehen bestimmt. Er mischt dann die Karten und verteilt jeweils zehn an die beiden Spieler. Die 21. Karte landet offen auf dem Tisch neben den restlichen Karten im verdeckten Talon.
Bei dieser spannenden Rommé-Variante gibt es nur ein einziges Ziel: Einen so genannten Gin zu erreichen. Das bedeutet, dass jeder Spieler versucht, seine zehn Karten zu auf- oder absteigenden Sequenzen offen auszulegen.
Die elfte Karte , die im weiteren Spielverlauf dazu komt, wird abgeworfen. Dabei muss "Gin" angesagt werden.

Wichtig:
Sie haben noch Karten auf der Hand? Dann können Sie klopfen, solange der Gesamtwert dieser Karten nicht zehn Punkte übersteigt.

Spielverlauf

Vorhand beginnt. Er kann die neben dem Talon liegene Karte aufnehmen oder passen. Dann ist der Geber am Zug. Er hat ebenfalls die Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten. Geht das Spiel zurück zur Vorhand, ohne dass die 21. Karte aufgenommen wurde, muss Vorhand die oberste Karte vom Talon ziehen. Von jetzt an dürfen beide Spieler entweder eine verdeckte Karte vom Stapel ziehen oder die aufgedeckte 21. Karte aufnehmen. Dabei müssen sie allerdings jedes Mal eine Handkarte zur Seite legen.
Nachdem der erste Spieler "Gin" angesagt hat, darf sein Gegner noch die passenden Meldungen auslegen. Nur die restlichen Handkarten fließen in die Abrechnung mit ein.

Wichtig:
Sie hatten Glück und konnten "Gin" verkündigen? Dann kassieren Sie 25 Sonderpunkte und noch die Augenzahl Ihres Gegners als Pluspunkte.

Klopfen

Wenn Sie es nicht schaffen, alle Ihre Handkarten auszulegen, können Sie klopfen. Das bedeutet, dass Sie Ihre möglichen Sequenzen ablegen und eine Karte umgedreht auf dem Talon platzieren. Die restlichen Handkarten, die Sie nicht in einer Sequenz unterbringen können, dürfen Sie behalten, solange sie zusammen nicht mehr als zehn Punkte ergeben.
Im Anschluss an das Klopfen darf Ihr Gegner seine Sequenzen anlegen. Und er darf sogar noch mehr: Er kann seine Karten an Ihren auslegten platzieren. Danach wird abgerechnet.
Der Spieler, der die wenigsten zu klopfenden Punkte hat, gewinnt die Partie.

Abrechnung

Wenn Sie das Spiel für sich entscheiden konnten , kassieren Sie nicht nur die 25 Sonderpunkte, sondern auch die Augenzahl Ihres Gegners als Plus (s.o.). Zusätzlich werden in der Endabrechnung 20 Punkte für jede gewonnene Runde verteilt. Dabei spielt es keine Rolle, ob geklopft wurde oder wie hoch die Gin-Meldungen ausfielen. Erzielen Sie dabei 100 Punkte oder gar mehr, ist Ihnen der Gesamtsieg sicher.
Wenn Sie um einen Geldbetrag spielen, sollten Sie sich vorher darüber einigen, wie viel Ihnen ein Punkt Wert ist. Denn am Ende werden dann die Ergebnisse der Spieler verglichen und die Differenz an den Gewinner ausgezahlt.

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