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Pflanzen-Nährstoffe

Die für das Pflanzenwachstum erforderlichen Nährstoffe werden unterteilt in Hauptnährstoffe und Spurenelemente. Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor, Kali, Kalk und Magnesium. Schwefel, Natrium, Chlor, Eisen, Kupfer, Mangan, Bor, Zink und Molybdän werden als Spurenelemente bezeichnet, weil die Pflanzen davon nur geringe Mengen benötigen. Damit den Pflanzen immer in ausreichender Menge Nährstoffe zur Verfügung stehen, muss der Nährstoffentzug durch Düngung wieder ausgeglichen werden.

Zu den Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, so genannte Starkzehrer, gehören Tomaten, Rhabarber, viele Kohlarten, Gurken, Kürbisse und Rosen. Diese Pflanzen müssen regelmäßig gedüngt werden.

Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf, die nur selten gedüngt werden müssen werden als Mittelzehrer bezeichnet. Zu den Mittelzehrern gehören die meisten Blütenstauden, diverse Salatarten, Karotten und Kartoffeln.

Zu den Schwachzehrern zählen Erbsen, Bohnen, Farne und viele mehrjährige Kräuter und Gehölze. Schwachzehrer haben einen geringen Nährstoffbedarf. Hier reicht eine Kompostgabe einmal im Jahr. 

Organische Dünger

Kompost

Kompost ist der wichtigste organische Dünger im Garten. Hergestellt wird er aus allen anfallenden organischen Abfällen, soweit sie zersetzbar und nicht von Krankheiten und Schädlingen befallen sind.
Das Material wird gemischt und unter Zugabe von Kalk aufgesetzt. Der Komposthaufen soll 1-1,5 Meter hoch sein und sich nach oben verjüngen. Die Breite kann am Fuße 2 Meter betragen. Die Länge richtet sich nach der Menge des anfallenden Materials. Der Standort im Garten sei schattig und windgeschützt. Gut eignet sich ein Platz unter einem großen Baum.
Das Material wird wenigstens zweimal umgesetzt. Je nach der Jahreszeit erfolgt das zum ersten Mal 10-12 Wochen nach dem Ansetzen. Weitere 8-12 Wochen danach wird das zweite Mal umgesetzt. Der Kompost ist nach etwa einem ¾ Jahr so weit verrottet, dass er verwendet werden kann.

Stallmist

Stallmist besteht aus Einstreumaterial sowie aus Kot und Harn der Tiere. Im Gegensatz zum Kompost muss der Mist fest gelagert werden. Man kann Stallmist aber auch zusammen mit den um Garten anfallenden organischen Abfällen kompostieren.

Fäkalien

Die festen und flüssigen Auswurfstoffe der Menschen müssen aus hygienischen Gründen kompostiert werden, bevor sie als Pflanzendünger Verwendung finden. Dieser Dünger enthält viel Stickstoff, hat aber auch einen hohen Chloridgehalt, der für viele Pflanzen schädlich ist.

Torf

Beim Torf muss zwischen Hochmoor- und Niedermoortorf unterschieden werden. Für den Kleingarten ist der Niedermoortorf als Humusdünger gut geeignet. Er hat gegenüber dem Hochmoortorf einen höheren Kalkgehalt, was sich auf die Bodenreaktion günstig auswirkt.

Gründüngung

In vielen Fällen wird in unserem Garten zu wenig Humus vorhanden sein. Die Gründüngung erschließt uns eine weitere Humusquelle. Geeignete Gründüngungspflanzen sind Gelbe Lupinen, Sommerwicken, Phazelia, Rübsen, Serradella und Sonnenblumen.

Mineralischer Dünger

Mineralische Düngemittel dienen der Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen, insbesondere mit Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk. Die Kalkdüngung beeinflusst außerdem in beträchtlichem Maße Bodenreaktionen und Bodenstruktur.

Die Höhe der Kalkgaben richtet sich dem entsprechend auch nach Bodenart und Bodenreaktion. (pH-Wert). Wie es um die Bodenreaktion bestellt ist, das können wir bei einem Bodenuntersuchungslabor des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter feststellen lassen.

Im Bodenuntersuchungsprotokoll wird genau angegeben, welcher Kalkbedürftigkeitsklasse unser Boden angehört. Insgesamt gibt es drei Kalkbedürftigkeitsklassen. Je nachdem, welcher Bodenart und Bedürftigkeitsklasse der Boden angehört, sind entsprechende Mengen kohlensaurer Kalk zu geben. Wer keine Bodenuntersuchung durchführen lässt, sollte zumindest die für die Erhaltungskalkung angegebenen Mengen verabreichen.

Die Höhe der Kali- und Phosphorgaben sollte dem Nährstoffvorrat im Boden, den wir ebenfalls durch eine Bodenuntersuchung in einem Labor des Verbandes ermitteln lassen können, angepasst werden. Die Angaben über den Phosphor- und Kaligehalt des Bodens erfolgen auf den Bodenuntersuchungsprotokollen in Versorgungsstufen. Es bedeuten: Ia =  sehr hoch, I = hoch, II = mittel, III = arm. Je nachdem in welche Versorgungsstufe der Boden eingeordnet wird, sind entsprechende Nährstoffmengen erforderlich.

Wird keine Bodenuntersuchung durchgeführt, sind die angegebenen Mittelwerte als Anhaltspunkte zu nehmen. Die Stickstoffdüngung richtet sich in erster Linie nach dem Bedarf der Pflanzen.

Garten-Tipp: Behandlung von nährstoffarmem Boden

Wenn die Bodenprobe auf einen nährstoffarmen Boden hindeutet, ist die Gabe von organischem Dünger sinnvoll. Empfehlenswert bei nährstoffarmem Boden ist tierischer Dünger oder eine Mischung aus Knochenmehl und Hornspänen. Zusätzlich muss noch Kali hinzu gegeben werden, das organische Düngemittel kein Kali enthalten. Eine Anreicherung des Bodens mit Kali können Sie durch Düngung mit feinem Sägemehl, Holzasche oder gehächseltem Baum- oder Heckenabfall erreichen.

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