Initiative "Mein Erbe tut Gutes - Das Prinzip Apfelbaum"

Der Internationale Tag der älteren Menschen am 1. Oktober soll uns daran erinnern, dass Solidarität zwischen den Generationen mehr ist als nur eine gute Idee. Mit dem eigenen Erbe Gutes zu tun ist Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung.

Die Zukunft sieht alt aus. Zumindest was die demografischen Daten betrifft: In den nächsten Jahren wird der Anteil von über 60-jährigen an der Weltbevölkerung steigen. Das ist eine erfreuliche Prognose. Mehr Rentner bedeuten aber auch Herausforderungen für Sozial- und Gesundheitssystem. Denn immer weniger junge Menschen kommen für immer mehr ältere Menschen auf. Der Generationenvertrag ist in Schieflage. Dennoch ist Solidarität innerhalb der Familie und zwischen den Generationen für viele von uns ein hoher Wert. Wir können voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen.

Sich umeinander zu kümmern hat Tradition Die UN-Generalversammlung hat den 1. Oktober im Jahr 1990 zum Welttag der älteren Menschen erklärt, um eine Gesellschaft aller Altersklassen zu fördern. Sich nicht nur innerhalb der Familie umeinander zu kümmern, hat lange Tradition: Deutschland hat vor fast 130 Jahren eine Rentenversicherung  eingeführt, um der älteren Generation einen guten Lebensabend zu ermöglichen. Voraussetzung dafür sind eine hohe Wertschöpfung und Sozialabgaben. Doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist in den letzten Jahren gewachsen. Je nach Haushaltseinkommen sind die Unterschiede bei Bildung, Gesundheit und Zufriedenheit deutlich zu sehen. Einen großen Anteil unseres eigenen Glücks haben wir dennoch selbst in der Hand und bestimmen es durch unser Denken und Handeln. Mit goldenen Löffeln im Mund aufzuwachsen, ist kein Garant für Lebensglück. Vielmehr ist es die Fähigkeit, die kleinen Wunder und Schönheiten des Alltags zu genießen und etwas geben zu können.

Geben zu können, ist eine Wurzel von Zufriedenheit Und es gibt eine gute Möglichkeit, mit dem eigenen Vermögen Gutes zu tun: Fast die Hälfte der Befragten ab 50 Jahren, die ein Erbe erwarten, heißt es gut, wenn der Erblasser auch einen guten Zweck bedenken würde. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen GfK-Umfrage „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ im Auftrag der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“. Erstmals wurde damit die Generation der über 60-Jährigen befragt, die laut dem Deutschen Institut für Altersvorsorge in diesem Jahrzehnt insgesamt 2,6 Billionen Euro vererben wird.

Entscheidend ist, was mit dem Vermögen geschieht Heute wird ein Drittel des gesamten Vermögens in Deutschland durch Erbschaft weitergegeben. Was für die Gesellschaft zählt, ist, was mit dem Vermögen geschieht. Fließt es in Familienbetriebe oder tut als Erbe an gemeinnützige Organisationen und Stiftungen Gutes, ist viel gewonnen. Ein Transfer von einer Generation auf die nächste findet statt und trägt Früchte. Ältere Menschen haben oft entbehrungsreiche Zeiten erlebt. Die Generation, die jetzt aufwächst, tut es mit dem Gefühl, immer alles sofort haben und konsumieren zu können. Hier voneinander zu lernen, ist mehr als eine gute Idee. In die Zukunft gehen wir gemeinsam.

Die Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum", gegründet im Herbst 2013, ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen. Gemeinsames Anliegen ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein zu rücken und "Das Prinzip Apfelbaum" einer breiten Öffentlichkeit als Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung näherzubringen. Für Frage und Anregungen zum gemeinnützigen Vererben steht die Initiative gerne zur Verfügung.