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Hundekommando "Bleib"

Das Hundekommando „Bleib“ wird in der Hundeerziehungswelt durchaus kontrovers diskutiert. Als Ruhekommandos dienen ja zum Beispiel "Sitz" und "Platz" und somit ist ein verstärkendes "Bleib" nicht von Nöten und auch nicht sinnvoll für die Hundekonditionierung. Ein ursprünglich gegebenes Kommando sollte der Hund so lange beibehalten bis der Hundehalter das Kommando auflöst. Ein "Bleib" ist also nicht notwendig, es sei denn, der Hundehalter geht recht locker mit der Einhaltung der Ruhekommandos um und verwendet daher mit "Bleib" ein "härteres" Kommando für das dauerhafte bleiben an einem Ort. Streng gesehen ist dies aber nicht der richtige Weg und wird den Hund wohl eher verwirren bzw. zu ähnlichen (mehr oder weniger guten) Resultaten wie bei "Sitz" und "Platz" führen.

Dass ein Hund da bleibt wo er bleiben soll und das auch noch für eine bestimmte Zeit, ist für den Alltag zwischen Hundeführer und Hund auch im Umgang mit anderen Beteiligten sehr wichtig. Häufig mangelt es den Hundeführern an der konsequenten Ausführung bei den Ruhekommandos (Sitz, Platz, Steh etc.), so dass der Hund zwar für den Anfang am vorgegebenen Ort bleibt, allerdings dies unter Ablenkung nicht lange durchhält. Hundeführer sollten durchaus Energie in die strikte Einhaltung der Kommandos bis zur Auflösung investieren, weil eine gehorsame Ausführung viele Situationen im Alltag für Hund und Mensch erleichtert.

Letztendlich bleibt es jedem Hundebesitzer selbst überlassen, wie er mit seinem Hund kommuniziert und was er von ihm verlangt und erwartet. Solange der Hund versteht was er tun soll und Frauchen oder Herrchen zufrieden mit dem Ergebnis sind, ist ja auch alles in Ordnung.


Autor: Holger Scheinpflug

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