« Aphrodite Athene »

Hermes

(röm. Mercur(ius))

Der Sohn der Pleiade Maia war als Götterbote bekannt und für diese Aufgabe vor allem wegen seiner Wendigkeit, aber auch seinem Erfindungsreichtum geeignet. Doch schon als ganz kleines Kind zeigte er eine regelrechte Verschlagenheit, wie zu der Begebenheit, als er seinem Bruder Apollon mit gerissener List die Rinderherde stahl. Zur Entschädigung schenkte er ihm aber die selbst aus einem Schildkrötenpanzer gebaute Lyra, die Apollon wiederum so erfreute, dass er Hermes einen goldenen Zauberstab dafür gab. Dieser Stab verleiht Hermes die Gabe, Schlaf und Träume zu geben, aber auch, die Toten in die Unterwelt zu geleiten. Seine Botenrolle illustrieren weiterhin ein Paar Flügelschuhe und sein Reisehut. Ein Geldbeutel weist auf den schnellen Gewinn hin, um deren Willen Hermes auch Schutzheiliger der Diebe und Händler fungierte (man beachte diese Verbindung). Aber auch der Schutz von Haus und Hof obliegt ihm. In Vielseitigkeit übertrumpft er aber sogar noch Apollon, ist er doch auch noch Schutzheiliger der Viehherden (sein Sohn ist der gehufte Pan), Redekünstler, nach dem die ‚Hermeneutik‘ benannt wurde, und – in einer späteren Entwicklung – Schutzpatron der Astrologie und des Okkultismus.

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Geschichte der Baukunst/Architektur: Baukunst früher Hochkulturen, Römische Antike, Griechische Antike