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Wasser - Das Elixier

Wasser ist DAS Lebenselixier für Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden. Wir sollten täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit allein durch Getränke zu uns nehmen. Wasser ist dabei das neutralste und kalorienärmste Getränk und wird daher zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs besonders empfohlen.

Was muss beim Mineralstoffgehalt des Trinkwassers beachtet werden?

Unser Trinkwasser besteht aus vielen Mineralstoffen. Bei den einzelnen Wassersorten und Wassermarken gibt es starke Unterschiede hinsichtlich der Mineralstoffmengen.

Es wurde in der Vergangenheit viel über den notwendigen Gehalt an Mineralstoffen im Trinkwasser diskutiert. Das Ergebnis langjähriger Studien zeigt, dass die Versorgung des Körpers mit Mineralstoffen vorwiegend von der festen Nahrung übernommen wird, sofern wir uns ausgewogen ernähren. Trinkwasser dagegen übernimmt vorwiegend die Funktion der Flüssigkeitsversorgung und wirkt bei der Mineralstoffversorgung lediglich unterstützend mit.

Wenn wir im Sommer oder beim Sport viel schwitzen, scheiden wir neben Wasser auch einige Mineralstoffe aus. Um den Verlust an Mineralstoffen schnell auszugleichen, empfiehlt sich ein kleiner Blick auf den Mineralstoffgehalt des Wassers. Besonders wichtig ist dann ein hoher Anteil an Kalzium, Magnesium und Fluorid. Diese Mineralien sind besonders in Wassersorten aus dem Kalksandsteingebirge (wie z. B. der Schwäbischen Alp) in größeren Mengen enthalten. Auf der sicheren Seite sind Sie auch, wenn Sie in Ihr Trinkwasser eine Brausetablette mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen auflösen. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten!

Ein kleiner Hinweis für den täglichen Bedarf der entsprechenden Mineralstoffe:

Kalzium: 1000mg,

Magnesium: 300-350mg,

Fluorid: 3-4mg.


Der Natriumgehalt des Wassers sollte nicht reduziert sein (s. Etikett). Natriumarmes Wasser ist eher kontraproduktiv, da Natrium in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) auch beim Schwitzen mit ausgeschieden wird und entsprechend wieder durch das Trinken aufgenommen werden sollte. Die frühere Annahme, dass Wasser mit normalem bis hohem Natriumgehalt den Blutdruck erhöht, konnte nicht bestätigt werden. Hat Ihr Arzt Ihnen aber ausdrücklich eine natriumarme Ernährung verordnet, ist dies jedoch oberste Priorität!

Eine Mangelversorgung an Mineralstoffen führt zu Leistungseinbußen und Muskelkrämpfen. Bei längerer sportlicher Aktivität oder an besonders heißen Tagen sollten Sie also auf die Mineralstoffe in Ihrem Wasser achten!

Welches Wasser sollten Sie trinken?

Wichtig ist vor allem der Geschmack, denn nur was uns schmeckt, können wir in hohem Maße konsumieren. Der Geschmack ist stark abhängig vom Mineralstoffgehalt:
Kalzium- und magnesiumreiches Wasser schmeckt in der Regel kräftig und gut, natriumreiches Wasser hat einen salzigen Geschmack.

Von stark kohlensäurehaltigen Getränken ist eher abzuraten, da Kohlensäure den Stoffwechsel belastet – wir merken es an Symptomen wie Aufstoßen und Schluckauf. Nachteil des sprudelnden Wassers ist zudem, dass es das Trinken erschwert und ein vorzeitiges Sättigungsgefühl verursacht. Als Folge davon wird insgesamt weniger vom Sprudelwasser getrunken. Bevorzugen Sie daher kohlensäurereduziertes Wasser (medium) oder stilles Wasser!

Als Wassersorten empfehlen sich Heilwasser, natürliches Mineralwasser oder Leitungswasser.

Bei der Wasserbezeichnung spielen die Herkunft, der Ort der Abfüllung und auch der Mineralstoffgehalt eine wichtige Rolle. Der Kohlensäuregehalt ist dabei noch nicht entscheidend, da alle Sorten später mit Kohlensäure versetzt werden können. Alle Wassersorten müssen den Kriterien des Trinkwassers entsprechen.

Wassersorten

Leitungswasser

Leitungswasser aus Deutschland ist das am stärksten kontrollierte Wasser. Selbst Getränke aus dem Lebensmittelgeschäft werden nicht so häufig und genau geprüft. Unser Leitungswasser ist also unbedenklich. Das konstatiert auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Sie empfiehlt Leitungswasser als einwandfreien, besonders geeigneten Durstlöscher.
Natürlich gibt es regionale Unterschiede in Abhängigkeit von Industrie, Landwirtschaft und Gebirgsnähe. In Gebieten wie Großstädten oder kalksandsteinnahem Gebirge ist das Wasser besonders kalkhaltig. Man sagt, es hat einen hohen Härtegrad. Kalkhaltiges Wasser weist jedoch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, insbesondere Kalzium auf und bietet gesundheitliche Vorteile.

Bedenklicher ist dagegen Trinkwasser in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebieten mit einem starken Einsatz von Düngemitteln. Die Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff (NO3) heißt Nitrat. Bei der Umwandlung mit Hilfe von Bakterien entseht das giftige und krebserregende Nitrit. Informieren Sie sich vor Ort über den Einsatz von Düngemitteln in Ihrem Wohnort!Bei der Leitungswasserqualität spielen auch die häuslichen Rohrleitungen eine große Rolle. Alte Leitungen weisen manchmal gesundheitsschädliche Rostspuren oder Schwermetallbelastungen auf.

Tipp:
Lassen Sie Ihr eigenes Leitungswasser testen. Die entsprechenden Teststreifen erhalten Sie in Ihrer Apotheke! Auch geben Ihre Wasserwerke regelmäßig Berichte über die Inhaltsstoffe und den Härtegrad des Trinkwassers heraus.

Hier ein kleiner Anhaltspunkt für die Berechnung des Kalzium- und Magnesiumgehalts anhand der Angaben über den Härtegrad des Wassers: 1 Härtegrad (Deutsche Härte) entspricht: 7.14 mg/l Calcium oder 4.27/l mg Magnesium.

Wenn Ihr Leitungswasser für die Zubereitung zu kalkhaltig ist, empfiehlt sich ein Aktivkohle-Wasserfilter (aus der Apotheke oder dem Drogeriegeschäft). Er filtert Kalk und andere grobe Verschmutzungen heraus und lässt Ihr Wasser klar aussehen, sodass Sie keine Kalkflecken in Kaffeemaschine oder Wasserkocher mehr sehen. Der Nachteil: Die Keimbelastung der Filter ist teilweise sehr hoch. Wenn Sie das Wasser kochen, ist dies kein Problem. Zum Trinken sollten Sie lieber frisch aus dem Hahn trinken. Die Portion zusätzlichen Kalziums, der in Kalk steckt, kann Ihrer Gesundheit nicht schaden!

Natürliches Mineralwasser

Bei Mineralwasser handelt es sich um Wasser aus natürlicher oder künstlich erschlossener Quelle. Das Wasser muss direkt vom Quellort aus abgefüllt werden und eine ursprüngliche Reinheit aufweisen. Zudem muss es nachweislich einen bestimmten Mineralstoffanteil oder besondere physiologische Wirkung besitzen. Mineralwasser ist neben dem Heilwasser das hochwertigste Wasser, das man in deutschen Geschäften kaufen kann.

Quellwasser

Quellwasser muss wie Mineralwasser aus natürlicher oder künstlich erschlossener Quelle stammen und direkt am Quellort abgefüllt werden. Jedoch muss beim Quellwasser kein Nachweis über die ursprünglicher Reinheit und den Mineralstoffgehalt gebracht werden.

Tafelwasser

Tafelwasser bezeichnet eine unspezifische Wassersorte, die keine besondere Quelle vorweisen muss. Es wird meist in der Fabrik abgefüllt. Tafelwasser kann auch reines Leitungswasser enthalten, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass es Zusatzstoffe enthalten darf und nicht so genau kontrolliert wird. Tafelwasser kann mitunter sehr arm an Mineralstoffen sein.

Heilwasser

Heilwasser ist Wasser mit nachweislich gesundheitsfördernder Wirkung. Das Heilwasser wird wie das Quellwasser und Mineralwasser direkt am Quellort abgefüllt. Ein Heilwasser wird streng gesetzlich kontrolliert und bis zur Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel oft mehrjährig untersucht.


Leitungswasser oft besser als Tafelwasser. Unterschiede Mineralwasser, Tafelwasser und Leitungswasser. Wassersorten. Wieviel soll man am Tag trinken.