Geldanlageprodukte

Girokonto

Das Girokonto (auch Kontokorrentkonto) ist ein von Kreditinstituten geführtes Konto in laufender Rechnung zur Durchführung des Zahlungsverkehrs. Eine Verzinsung der Einlagen erfolgt bei den meisten Anbietern nicht und wenn, dann nur in sehr geringem Umfang. Das Girokonto ist also im engeren Sinne nicht zur Geldanlage gedacht, eher zum "Parken" geeignet und natürlich zur Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs, wie zum Beispiel Daueraufträge, Überweisungen, Abbuchungen, Geldeingänge.

Sollte der täglich ermittelte Saldo mal ins Minus rutschen, werden Sollzinsen fällig. Im Rahmen eines vom Kreditinstitut gewährten Dispositionskredites liegt dann eine genehmigte Überziehung vor, die sich die Kreditgeber mit einem Zins zwischen 5 und 12 Prozent vergüten lassen. Teuer wird eine nicht genehmigte Überziehung, die dann durchaus 50 Prozent über dem Dispozins liegen kann.  

Sparbuch

Das Sparbuch ist der Sparklassiker schlechthin und trotz niedriger Zinsen in der aktuellen Niedrigzinsphase nach wie vor die am häufigsten genutzte Geldanlageform. Das Sparkonto ist nicht für den täglichen Zahlungsverkehr bestimmt. Es dient der unbefristeten Geldanlage.

Tagesgeld

Das Tagesgeldkonto ist ein reines Geldanlagekonto mit Verzinsung und ohne eine feste Laufzeit. Die ständige Verzinsung bei einer täglichen Fälligkeit, also sofortige Verfügbarkeit des Geldes ohne Kündigungsfristen, machen das Tagesgeld zu einer sehr beliebten Geldanlageform. Viele Anleger schätzen die Flexibilität der schnellen Zugriffsmöglichkeit auf die Einlage bei laufender Verzinsung. 

Termingeld/Festgeld

Das Termingeld ist eine kurz- bis mittelfristige Geldanlageform mit einer Laufzeit bzw. Kündigungsfrist von mindestens einem Monat. Der Anleger vereinbart mit dem Finanzinstitut eine feste Laufzeit und erhält für diese Laufzeit einen fest zugesicherten Zins. Nach Ablauf der Laufzeit kann das Termingeld zu den aktuell gültigen Zinskonditionen verlängert (prolongiert) oder als Sichteinlage (Girokonto) weitergeführt werden. Während der Laufzeit bzw. der Kündigungsfrist ist die Geldanlage in der Regel nicht verfügbar bzw. führt zum kompletten Zinsverlust bei vorzeitiger Freigabe durch das Finanzinstitut.

Sparplan

Sparpläne werden unter verschiedenen Namen von fast jedem Kreditinstitut angeboten. In Sparplänen wird meist eine regelmäßige (oft monatliche) Einzahlung vereinbart und somit ein solider Vermögensaufbau angestrebt. Je nach Grundlage des Sparvertrages gibt es Sparpläne mit risikoarmen Geldanlagen und eher niedrigen Renditen sowie Sparpläne in Anlageformen mit höherem Risiko, z. B. Fondssparpläne mit regelmäßigen Investitionen in einen oder mehrere Investmentfonds. 

Bausparen

Beim Bausparen schließt der Sparer einen Sparvertrag mit einer Bausparkasse ab. Ein Bausparvertrag wird vorwiegend als Teil einer in Zukunft geplanten Immobilienfinanzierung genutzt. In der Sparphase (Ansparphase) sammelt der Sparer das für eine Zuteilung eines Immobiliendarlehens zu vorher festgelegten Konditionen notwendige Mindestsparguthaben. Die Zahlungsweise und -höhe des Sparbeitrages kann der Sparer selbst festlegen. Auf die angesparte Einlage erhält der Bausparer bis zur Zuteilung des Darlehens oder bis zum Abruf des bis dahin angesparten Guthabens einen festgelegten Zins, je nach ausgewähltem Bauspartarif.


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(Investmentfonds, Festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Optionen, Optionsscheine, Futures, Zertifikate, Rohstoffe, Immobilien, Exotisches)