Gedichte Jahreszeiten

Die Welt ist allezeit schön (Johann Wolfgang von Goethe)

Im Frühling prangt die schöne Welt
In einem fast smaragdnen Schein.
Im Sommer glänzt das reife Feld
und scheint dem Golde gleich zu sein.
Im Herbste sieht man, als Opalen,
der Bäume bunte Blätter strahlen.
Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant
und reines Silber, Flut und Land. 
Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn, 
ist sie zu allen Zeiten schön.

Frühlings-Gedichte

Frühlingsahnen (Ludwig Thoma 1867-1921)

Wohlig merken unsre Sinne
Nun den Frühling allgemach,
Denn es trauft aus jeder Rinne,
Und es tropft von jedem Dach. Leise regt sich im Theater
Dieser Welt ein Liebeston;
Nächtens schreien viele Kater,
Und der Hase rammelt schon. So auch uns ergreift die Glieder
Wundersame Lebenskraft;
Selbst solide Seifensieder
Fühlen ihren Knospensaft. Treibet das Geschäft der Paarung!
Lasset der Natur den Lauf!
Denn ihr wisset aus Erfahrung,
Einmal hört es leider auf.

Lied (Christian Morgenstern, 1871-1814)

Wenn so der erste feine Staub
des Sommers auf die Blätter fällt -
dann ade, du Frühlingswelt!
Dann ade, du junges Laub! -
Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle! Wenn erst das Auge sich versöhnt
mit all dem Grün und Weiß und Rot,
da beginnt des Frühlings Tod,
da versommern wir verwöhnt...
Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle! Und dann schauen wir vom Hügel,
wie das Land sich müde sonnt...
Leblos steht ein Mühlenflügel,
wie ein Kreuz, am Horizont - -.
Ach, wie sterben die Frühlinge schnelle!

Der Frühling ist die schönste Zeit (Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848)

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
im goldnen Sonnenschein.
 
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
das Bächlein rauscht zu Tal,
es grünt die Saat, es blinkt der See
im Frühlingssonnenstrahl. Die Lerchen singen überall,
die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
und auch der Kuckuck bald. Nun jauchzet alles weit und breit,
da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

Frühlingsnacht (Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängts schon an zu blühn. Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein. Und der Mond, die Sterne sagen's,
Und in Träumen rauscht's der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist deine, sie ist dein!

Frühlingserwachen (J. W. von Goethe, 1749-1832)

Ah, nun kommet uns die Zeit, Der kleinen Vögelein Gesang. Es grünet wohl die Linde breit, Vergangen ist der Winter bang. Nun sieht man Blumen wohlgetan: An der Heide üben sie den Schein. Davon wird manches Herz erfreut: So sollt auch meins getröstet sein.

Frühlingsbotschaft (Heinrich Heine, 1797-1856)

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite. Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich lass sie grüßen.

Frühlingslied (Ludwig Hölty, 1748-1776)

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
Die kleinen Maienglocken blühn,
Und Schlüsselblumen drunter;
Der Wiesengrund
Ist schon so bunt,
Und malt sich täglich bunter. Drum komme, wem der Mai gefällt,
Und schaue froh die schöne Welt
Und Gottes Vatergüte,
Die solche Pracht
Hervorgebracht,
Den Baum und seine Blüte!

Märztag (Detlev von Liliencron, 1844-1909)

Wolkenschatten fliehen über Felder,
Blau umdunstet stehen ferne Wälder. Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,
Kommen schreiend an in Wanderzügen. Lerchen steigen schon in lauten Schwärmen,
Überall ein erstes Frühlingslärmen. Lustig flattern, Mädchen, deine Bänder,
Kurzes Glück träumt durch die weiten Länder. Kurzes Glück schwamm mit den Wolkenmassen,
Wollt es halten, musst es schwimmen lassen.

Der Frühling kommt bald (Christian Morgenstern 1871-1914)

Herr Winter, 
geh hinter 
der Frühling kommt bald! 
Das Eis ist geschwommen, 
die Blümlein sind kommen 
und grün wird der Wald  Herr Winter, 
geh hinter, 
dein Reich ist vorbei. 
Die Vögelein alle, 
mit jubelndem Schalle, 
verkünden den Mai!

Er ist's (Eduard Mörike 1804-1875)

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.  Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton! 
Frühling, ja du bists! Dich hab ich vernommen!

Frühling Liebster (Friedrich Rückert 1788-1866)

Mein Liebster geht mit fliegenden Haaren,
Mit blauem Barett und grünem Gewand;
Die Blumen gehn um ihn in Scharen,
Und die Rose an seiner Hand. Anheben zu schlagen die Nachtigallen,
Wo sonnigen Blickes er tritt heran,
Und hoch beginnet mein Herz zu wallen,
Wenn ich ihn sehe so lieblich nahn.

Der Frühling (Heinrich Seidel 1842-1906)

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!" Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich, was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!" Was klinget, was klaget, flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" Da wusst ich genug!

Ein Frühlingsabend  (Georg Trakl 1887-1914)

Ein Strauch voll Larven; Abendföhn im März;
Ein toller Hund läuft durch ein ödes Feld
Durchs braune Dorf des Priesters Glocke schellt;
Ein kahler Baum krümmt sich in schwarzem Schmerz. Im Schatten alter Dächer blutet Mais;
O Süße, die der Spatzen Hunger stillt.
Durch das vergilbte Rohr bricht scheu ein Wild.
O Einsamstehn vor Wassern still und weiß. Unsäglich ragt des Nussbaums Traumgestalt.
Den Freund erfreut der Knaben bäurisch Spiel.
Verfallene Hütten, abgelebt' Gefühl;
Die Wolken wandern tief und schwarz geballt.

Lenz (Johannes Trojan 1837-1915)

Brichst du Blumen, sei bescheiden,
Nimm nicht gar so viele fort.
Sieh die Blumen müssen leiden,
Zieren sie auch ihren Ort. Nimm ein paar und lass’ die andern
in dem Grase, an dem Strauch,
andre, die vorüberwandern,
freun sich an den Blumen auch Nach dir kommt vielleicht ein müder
Wandrer, der des Weges zieht,
trüben Sinns – der freut sich wieder,
wenn er auch ein Blümchen sieht.

Frühlingslied des Rezensenten (Ludwig Uhland 1787-1805)

Frühling ist's, ich laß es gelten,
Und mich freut's, ich muß gestehen,
Daß man kann spazieren gehen,
Ohne just sich zu erkälten. Störche kommen an und Schwalben,
Nicht zu frühe, nicht zu frühe!
Blühe nur, mein Bäumchen, blühe!
Meinethalben, meinethalben! Ja! ich fühl ein wenig Wonne,
Denn die Lerche singt erträglich,
Philomele nicht alltäglich,
Nicht so übel scheint die Sonne. Daß es keinen überrasche,
Mich im grünen Feld zu sehen!
Nicht verschmäh ich auszugehen,
Kleistens Frühling in der Tasche.

Frühlingsglaube  (Ludwig Uhland 1787-1862)

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden. Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Im wunderschönen Monat Mai (Heinrich Heine 1797-1856)

Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

Mailied (Ludwig Hölty 1748-1776)

Willkommen liebe Sommerzeit,
Willkommen schöner Mai,
Der Blumen auf den Anger streut,
Und alles machet neu. Die Vögel höhen ihren Sang,
Der ganze Buchenhain
Wird süßer, süßer Silberklang,
Und Bäche murmeln drein. Roth stehn die Blumen, weiß und blau,
Und Mädchen pflücken sie,
Bald auf der Flur, bald auf der Au,
Ahi, Herr Mai, Ahi! Ihr Busen ist von Blümchen bunt,
Ich sah ihn schöner nie,
Es lacht ihr rosenroter Mund,
Ahi, Herr Mai, Ahi!

An den Mai (Christian Adolf Overbeck 1755-1821)

Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün

und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchte ich doch so gerne ein Veilchen wieder Sehn,
ach, lieber Mai, wie gerne einmal spazieren gehn!

Zwar Wintertage haben wohl auch der Freuden viel:
man kann im Schnee eins traben und treibt manch Abendspiel,
baut Häuserchen von Karten, spielt Blindekuh und Pfand,
auch gibt's wohl Schlittenfahrten aufs liebe freie Land

Doch wenn die Vögel singen und wir dann froh und flink
auf grünem Rasen springen, das ist ein ander Ding!
Jetzt muss mein Steckenpferdchen dort in dem Winkel stehen,
denn draußen in dem Gärtchen kann man vor Schmutz nicht gehn.

Am meisten aber dauert mich Lottchens Herzeleid,
das arme Mädchen lauert recht auf die Blumenzeit.
Umsonst hol ich ihr Spielchen zum Zeitvertreib herbei,
sie sitzt in ihrem Stühlchen wie's Hühnchen aus dem Ei.

Ach, wenn's doch erst gelinder und grüner draußen wär!
Komm, lieber Mai, wir Kinder, wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring vor allem uns viele Veilchen mit,
bring auch viele Nachtigallen und schöne Kuckucks mit.

Vorfrühling (von Rainer Maria Rilke)

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
An der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau.

Greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.


 Sommer-Gedichte

Junisonne  (Karl Gerok 1815 -1890)

Junisonne,
Sommersonne
Stehn auf ihrer Höhe schon;
Deiner Fahnen
Leises Mahnen
Wohl vernehm ich’s, bunter Mohn. Sinnend steh’ ich,
Träumend seh’ ich
Weit ins Land vom Wiesensaum;
Winde weben,
Blüten beben –
Und das Leben ist ein Traum.

Sommer  (Georg Trakl 1887-1914)

Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn. Schwarzes Gewitter droht
über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
erstirbt im Feld. Nimmer regt sich das Laub
der Kastanie,
auf der Wendeltreppe
rauscht dein Kleid. Stille leuchtet die Kerze
im dunkeln Zimmer.
Eine silberne Hand
löschte sie aus. Windstille, sternlose Nacht.

Sommermorgen (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

O Sommermorgen, wie bist du so schön,
So schön im Thal und auf den Höhn! Wenn's Morgenrot aus Osten strahlt
Und golden den Saum der Wolken malt, Und mit immer glänzend röterer Glut
Auf den Wipfeln der dunkelen Wälder ruht; Wenn Halm' und Blumen in Flur und Au
Frisch duften im kühlen Morgentau; Wenn durch des Waldes Stille der Quell
Vorüber rieselt silberhell; Wenn durch die Blätter säuselt der Wind
Und im Felde die Lerch' ihr Lied beginnt: Dann muss das Herz in Andacht beben
Und auch gen Himmel sein Lied erheben.

Regen-Sommer (Gottfried Keller, 1819-1890)

Nasser Staub auf allen Wegen!
Dorn und Distel hängt voll Regen
Und der Bach schreit wie ein Kind!
Nirgends blüht ein Regenbogen,
Ach, die Sonn' ist weggezogen
Und der Himmel taub und blind! Traurig ruhn des Waldes Lieder,
Alle Saat liegt siech darnieder,
Frierend schläft der Wachtel Brut.
Jahreshoffnung, fahler Schimmer!
Mit den Menschen steht's noch schlimmer,
Kalt und träge schleicht ihr Blut! Krankes Weib am Findelsteine
Mit dem Säugling, weine! weine
Trostlos oder hoffnungsvoll:
Nicht im Feld und auf den Bäumen -
In den Herzen muss es keimen,
Wenn es besser werden soll! Fleh' zu Gott, der ja die Saaten
Und das Menschenherz beraten,
Bete heiß und immerdar,
Dass er, unsre Not zu wenden,
Wolle Licht und Wärme senden
Und ein gutes Menschenjahr!

Sommer im Süden (Emanuel Geibel, 1815-1884)

In Teppichzelten, die zum Schlummer taugen,
Am Spiele der Gedanken sich vergnügen,
Dazwischen dann und wann in langen Zügen
Den kühlen Rauch der Wasserpfeife saugen, Bald einsam träumen von geliebten Augen
Und mit dem Traum die Gegenwart betrügen,
Bald mit den Freunden bei gefüllten Krügen
In leichtem Witz der Toren Werk durchlaugen: Das ist das einz'ge, was in diesen Tagen,
Wo alle Blumen vor der Sonne flüchten,
Mir tunlich noch erscheint und zu ertragen. Doch wollt mich drum des Leichtsinns nicht bezüchten;
Ein Dichter darf schon auszuruhen wagen,
Denn auch sein Müßiggang ist reich an Früchten.

Sommerbild (Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn:
So weit im Leben ist zu nah am Tod! Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
Bewegte, sie empfand es und verging.

Spätsommer (Otto Julius Bierbaum, 1865-1910)

Wenn das Gras der grünen Wiesen
Zeitig ist zur großen Mahd,
Wenn der Sommer seine Sense
Singen lässt durch reife Saat: Dann soll deine Seele Sonne,
Kraft und Frucht und Ernte sein:
Schneide ruhig deine Ähren,
Führe deine Garben ein!

Sonnenwende (Ludwig Uhland 1787-1862) Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur. Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft'gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl. 

Sommersneige (Georg Trakl, 1887-1914)

Der grüne Sommer ist so leise
Geworden, dein kristallenes Antlitz.
Am Abendweiher starben die Blumen,
Ein erschrockener Amselruf. Vergebliche Hoffnung des Lebens. Schon rüstet
Zur Reise sich die Schwalbe im Haus
Und die Sonne versinkt am Hügel;
Schon winkt zur Sternenreise die Nacht. Stille der Dörfer; es tönen rings
Die verlassenen Wälder. Herz,
Neige dich nun liebender
Über die ruhige Schläferin. Der grüne Sommer ist so leise
Geworden und es läutet der Schritt
Des Fremdlings durch die silberne Nacht.
Gedächte ein blaues Wild seines Pfads, Des Wohllauts seiner geistlichen Jahre!

Septembermorgen (Eduard Mörike, 1804-1875)

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.


Herbst-Gedichte

Herbst (Gerrit Engelke, 1890-1918)

Um die Großstadt sinkt die Welt in Schlaf.
Felder gilben, Wälder ächzen überall.
Wie Blätter fallen draußen alle Tage,
Vom Zeitwind weggeweht. Ob Ebene und Wald in welkes Sterben fallen,
Ob draußen tost Vergänglichkeit,
Im Stadtberg brüllen Straßen, Hämmer hallen:
Die Stadt dampft heiß in Unrast ohne Zeit.

Herbstgefühl (Nikolaus Lenau, 1802-1850)

Mürrisch braust der Eichenwald,
Aller Himmel ist umzogen,
Und dem Wandrer, rauh und kalt,
Kommt der Herbstwind nachgeflogen. Wie der Wind zu Herbsteszeit
Mordend hinsaust in den Wäldern,
Weht mir die Vergangenheit
Von des Glückes Stoppelfeldern. An den Bäumen, welk und matt,
Schwebt des Laubes letzte Neige,
Niedertaumelt Blatt auf Blatt
Und verhüllt die Waldessteige; Immer dichter fällt es, will
Mir den Reisepfad verderben,
Dass ich lieber halte still,
Gleich am Orte hier zu sterben.

Lied im Herbst (Klabund, 1890-1928)

Wie Krieger in Zinnober
Stehn Bäume auf der Wacht.
Ich taumle durch Oktober
Und Nacht.

Blut klebt an meinem Rocke.
Mein Weg ist weit und lang.
Des Tales dunkle Glocke
Verklang.

Auf einem schwarzen Pferde
Reit ich von Stern zu Stern.
Die Sonne und die Erde
Sind fern.

Selig lern' ich es spüren,
Wie die Schöpfung entlang
Geist und Welt sich berühren
Zu harmonischem Klang. Was da webet im Ringe,
Was da blüht auf der Flur,
Sinnbild ewiger Dinge
Ist's dem Schauenden nur. Jede sprossende Pflanze,
Die mit Düften sich füllt,
Trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt.

Herbstklage (Nikolaus Lenau, 1802-1850)

Holder Lenz, du bist dahin!
Nirgends, nirgends darfst du bleiben!
Wo ich sah dein frohes Blühn,
Braust des Herbstes banges Treiben. Wie der Wind so traurig fuhr
Durch den Strauch, als ob er weine;
Sterbeseufzer der Natur
Schauern durch die welken Haine. Wieder ist, wie bald! wie bald!
Mir ein Jahr dahingeschwunden.
Fragend rauscht es aus dem Wald:
'Hat dein Herz sein Glück gefunden?' Waldesrauschen, wunderbar
Hast du mir das Herz getroffen!
Treulich bringt ein jedes Jahr
Welkes Laub und welkes Hoffen.

Herbstlich sonnige Tage (Emanuel Geibel, 1815-1884)

Herbstlich sonnige Tage,
Mir beschieden zur Lust,
Euch mit leiserem Schlage
Grüßt die atmende Brust. O wie waltet die Stunde
Nun in seliger Ruh'!
Jede schmerzende Wunde
Schließet leise sich zu. Nur zu rasten, zu lieben,
Still an sich selber zu baun
Fühlt sich die Seele getrieben
Und mit Liebe zu schaun. Und so schreit' ich im Tale,
In den Bergen, am Bach
Jedem segnenden Strahle,
Jedem verzehrenden nach. Jedem leisen Verfärben
Lausch' ich mit stillem Bemühn,
Jedem Wachsen und Sterben,
Jedem Welken und Blühn. Schweigend blickt's aus der Klippe,
Spricht im Wellengebraus,
Doch mit heiliger Lippe
Deutet die Mus' es aus.

Herbstlied (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

Der Frühling hat es angefangen,
Der Sommer hat's vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht! Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann, wie am Bettelstabe
Ein armer Mann, nach Haus. Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht. Er will uns ohne Dank erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.

Herbsttag (Rainer Maria Rilke, 1775-1826)

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

An eine matte Herbstfliege (Franz Grillparzer 1791-1872)

Wanken dir die matten Füße,
ist der Flügel Schwung erlahmt?
Traurig schleichst du an dem Fenster,
das einst deine Spiele sah:
Ach, der Sommer ist verronnen,
und der raue Winter naht.

Doch sieh meine welken Kniee,
sieh das Antlitz totenbleich,
sieh der Augen mutges Feuer,
von der Krankheit Hauch gelöscht;
ist denn schon mein Herbst gekommen,
eh mein Sommer noch erschien!

Ein Herbstabend (Georg Trakl, 1887-1914)

Das braune Dorf. Ein Dunkles zeigt im Schreiten
Sich oft an Mauern, die im Herbste stehn,
Gestalten: Mann wie Weib, Verstorbene gehn
In kühlen Stuben jener Bett bereiten. Hier spielen Knaben. Schwere Schatten breiten
Sich über braune Jauche. Mägde gehn
Durch feuchte Bläue und bisweilen sehn
Aus Augen sie, erfüllt von Nachtgeläuten. Für Einsames ist eine Schenke da;
Das säumt geduldig unter dunklen Bogen,
Von goldenem Tabaksgewölk umzogen. Doch immer ist das Eigne schwarz und nah.
Der Trunkne sinnt im Schatten alter Bogen
Den wilden Vögeln nach, die ferngezogen.

Oktoberlied (Theodor Storm 1817-1888)

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden! Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich! Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoß an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen. Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden! Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen. Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Novemberlaub (Bruno Wille 1860-1928)

Auf stöhnender Föhre fidelt der Sturm
Heulende düstre Balladen;
Es schnaubt sein Odem, nebelfeucht
Von nordischen Seegestaden.

So trübe der Himmel, als wär's schon spät.
Die Wolken pilgern traurig.
Im Strudel taumelt verkommenes Laub
Um Baumgerippe so schaurig.

Ein letztes Blättchen am Dornenstrauch
Fröstelt in starrem Weh ...
O mach ein Ende, Novembersturm!
Deck zu, du wogender Schnee!

Ende des Herbstes (Rainer Maria Rilke, 1775-1926)

Ich sehe seit einer Zeit,
wie alles sich verwandelt.
Etwas steht auf und handelt
und tötet und tut Leid.

Von Mal zu Mal sind all
die Gärten nicht dieselben;
von den gilbenden zu der gelben
langsamem Verfall:
wie war der Weg mir weit.

Jetzt bin ich bei den leeren
und schaue durch alle Alleen.
Fast bis zu den fernen Meeren
kann ich den ernsten schweren
verwehrenden Himmel sehn.



Winter-Gedichte

Am Kamin (Adolf Friedrich von Schack, 1815-1894)

Stürme, Dezember, vor meinem Gemach,
Hänge Zapfen von Eis an das Dach;
Nichts doch weiß ich vom Froste;
Hier am wärmenden, trauten Kamin
Ist mir, als ob des Frühlings Grün
Rings um mich rankte und sprosste. All das Gezweig, wie es flackert und flammt,
Plaudert vom Walde, dem es entstammt,
Redet von seligen Tagen,
Als es, durchfächelt von Sommerluft,
Knospen und Blüten voll Glanz und Duft,
Grünende Blätter getragen. Fernher hallenden Waldhornklang
Glaub' ich zu hören, Drosselgesang,
Sprudelnder Quellen Schäumen,
Tropfenden Regen durchs Laubgeäst,
Der die brütenden Vögel im Nest
Weckt aus den Mittagsträumen. Stürme denn, Winter, eisig und kalt!
An den Kamin herzaubert den Wald
Mir der Flammen Geknister,
Bis ich bei Frühlingssonnenschein
Wieder im goldgrün schimmernden Hain
Lausche dem Elfengeflüster.

Dämmerstündchen

Bruno Wille (1860-1928)
Dämmerstündchen im frostigen Winter,
Dämmerstündchen im traulichen Stübchen ...
Wenn da draußen über den harten
Knarrenden Schnee ein kragenvermummter
Mann mit dampfendem Atem eilt,
Ohren und Nase rotgezwickt ...
Wolkig umhüllt, mit Schnauben und Stampfen
Ziehn zwei Pferde den wuchtigen Wagen ...
Und der Schusterjunge im Schurzfell
Trabt und haucht in die klamme Hand ...
Rötlich strahlt die Straßenlaterne;
Über dem schneebelasteten Hausdach
Blinzelt der Abendstern. Dämmerstündchen im frostigen Winter,
Dämmerstündchen im traulichen Stübchen ...
Wärme strahlt der gewaltige Ofen,
Muntre Flammen durchäugeln den Spalt;
Und ich dehne behaglich die Glieder,
Lausche dem lieblich summenden Singsang
Des melodisch sinnigen Kessels;
Hitzig brät indessen der Apfel,
Den lieb Mütterchen mir verehrte.
Fernher klingelt ein Schlitten - fernhin;
Und die ruhige Seele träumt.

Die Nacht im Winter

Hermann Löns (1866-1914)

Auf breiter Berge steiler Treppe
Rauscht sturmdurchflüstert stolz dahin
Die schwarze Riesenseidenschleppe
Der Nacht, der kalten Königin.

Von tausend Flittern ist durchflimmert
Ihr Kleid, sonst allen Schmuckes bar,
Ein schmaler, heller Halbmond schimmert
Im reichen, bläulichschwarzen Haar.

Zwei kühle Silbergletscher leuchten
Aus ihrem schwarzen Kleid hervor,
In ihrer kalten, eisig feuchten
Umgebung manches Herz erfror.

Vornehm und stolz - kein Zug von Wonne
Spielt in dem Antlitz kalt und tot -
Wer kennt die rote, heiße Sonne,
Die hinter jenen Gletschern loht?

Es gibt so wunderweiße Nächte...

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge silbern sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

Bildermann (J. W. von Goethe, 1749-1832)

`S ist Christmarkt heut´, `s ist Christmarkt heut´! Das ist doch eine lust´ge Zeit! Da hört man geigen, hört man flöten, Waldteufel tönen und Trompeten, Die Buden stehn in langen Reih´n Voll Spielwerk und voll Näscherei´n. Doch eine Bude weiß ich dort, Die liebste mir am ganzen Ort, Darinnen steht der Bildermann Und rufet alle Kinder an. Er ruft: „Ihr Kinder, bleibet steh´n! Hier könnt die ganze Welt ihr seh´n, Gemalt, gestochen, schwarz und grau, Ganz akkurat und sehr genau, Was nur auf Erden ist geschaffen Von Adam bis zum närr´schen Affen, Vom Elefanten bis zum Wurm - Den Berg Vesuv, den Meeressturm, Theaterpuppen, Kürassiere, Die Jahreszeiten alle viere! Heran ihr Mädchen, kommt, ihr Knaben! Bequemer könnt ihr´s gar nicht haben! Hier seht ihr´s regnen, schneien, blitzen, Und könnt dabei im Trocknen sitzen. Der Löwe reißt hier auf den Rachen, Ihr könnt ihm dreist entgegen lachen. Hier gibt es Schlacht und Kriegesnot, Doch keine Kugel schießt euch tot. Die Könige und ihre Schätze, Die schönsten Städt´ und ihre Plätze Für wenig Geld könnt ihr sie kaufen Und braucht nicht meilenweit zu laufen. Heran, ihr Kinder, kommt heran, Und seht die lust´gen Bilder an! Beschaut die Büchlein auch zugleich, An Liedern und Geschichten reich. Wohl manches kennt ihr schon davon: Die Ammenuhr, den Robinson, Das neue Bilder-A-B-C, Darin ich selbst gemalet steh´. So ruft der lust´ge Bildermann, Nimmt eine tücht´ge Priese dann Und fegt den Staub weg mit dem Wedel. Die Knaben aber und die Mädel Entzückt vor all den Bildern steh´n Und können sich nicht satt dran seh´n. Sie suchen sich das Schönste aus Und bringen jubelnd es nach Haus.

Wenn es Winter wird  (Christian Morgenstern 1871-1914)

Der See hat eine Haut bekommen,
so dass man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.
Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher - titscher - titscher - dirr . . .
Heißa, du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen -
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.
Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.
Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen.

Neuschnee (Christian Morgenstern 1871-1814)

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur -

kindisch ist und köstlich solch Beginnen,
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

Schlittenfahrt (Franz Bonn 1830–1904)

Lustig ist die Winterzeit,
Wenn es draußen Flocken schneit
Und das Wasser wird zu Eis;
Alles ist da licht und weiß!

Lieber Schlitten komm herfür!
Darfst nun wieder vor die Tür!
Unterm Dach in finsterm Gang
Lagest du vergessen lang.

Darfst jetzt wieder an das Licht,
Alter Schlitten! Freut´s dich nicht?
Rühret nicht ein frischer Stolz
Sich in deinem harten Holz?

Fliegest du vom Hügel her,
Wird dir keine Last zu schwer;
Lustig sausest du hinab,
Schneller als ein Pferd im Trab -

Schlittenfahren, hei, juhei!
Saget mir, was schöner sei?
Fliegt die Locke frisch im Wind,
O wie geht es so geschwind!

Nenn´ ich keinen Schlitten mein,
Ist´s ein Brett, war´s noch so klein;
Wenn der Schnee nur fest und hart,
Taugt es wohl zur Schlittenfahrt.

Sagt, wo ist ein Kavalier,
Der so herrlich fährt wie wir?
Sagt, wo ist ein Fürst der Welt,
Dem sein Fuhrwerk so gefällt?!

Ob das Näschen frieren mag,
Frisch den ganzen Nachmittag
Fahren wir in Lust und Saus,
Schleichen abends still nach Haus.

Kurze Lust und Seligkeit,
Währest nur so lang es schneit.
Ach wie bald, so schmilzt der Schnee,
Lieber Schlitten dann ade!

Februar (Cäsar Flaischlen 1864-1920)

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: wie geht's? wie steht's?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt ...
du sinnst hinaus über deine Dächer ...
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! und bist im stillen
glückselig drüber wie ein Kind.

Februar (Theodor Storm 1817-1888)

Im Winde wehn die Lindenzweige,
von roten Knospen übersäumt;
Die Wiegen sind's, worin der Frühling
die schlimme Winterzeit verträumt.

O wär im Februar doch auch
wie's andrer Orten ist es Brauch,
bei uns die Narrheit zünftig!

Denn wer, solang das Jahr sich misst,
nicht einmal herzlich närrisch ist,
wie wäre der zu andrer Frist
wohl jemals ganz vernünftig!

Vorfrühling (Paul Heyse 1830-1914)

Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.

Horch, ein trautgeschwätz'ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?

Dort am Weg der weiße Streif -
Zweifelnd frag' ich mein Gemüte:
Ist's ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?

Winters Abschied (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798-1874)

Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Dass jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.

Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gerne vergess' ich dein,
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.

Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.

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