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Frühbeet und Folienzelt

Vorteile von Frühbeeten und Folienzelten

Unter Frühbeeten und Folienzelten können wir bereits im zeitigen Frühjahr mit der Anzucht von Jungpflanzen für die Gemüse- und Blumenbeete beginnen oder auch Treibgemüse anbauen. Glas und Folie bieten die Möglichkeit, bestimmte Gemüsearten (Salat, Kohlrabi, Radieschen, Gurke, Tomaten) früher und in besserer Qualität zu ernten als es sonst beim Freilandbau möglich wäre. Frühbeete und Folienzelte können vielseitig im Kleingarten genutzt werden.

Voraussetzungen für Frühbeete und Folienzelte

Bevor ein Frühbeet oder Folienzelt errichtet wird, ist daran zu denken, dass eine derartige Anlage ständig überwacht werden muss. Wo das aus räumlichen und anderen Gründen (lange Anfahrtswege zu Wohnort) nicht möglich ist, wird der Erfolg nur gering sein. In solchen Fällen ist vom Bau abzusehen.

Frühbeete oder Folienzelte müssen täglich gelüftet, gegossen und bei Sonneneinstrahlung schattiert werden.

Vorbereitung von Frühbeeten und Folienzelten

Folienzelte und Materialien für Frühbeete können vom Fachhandel (Gartencenter, Baumarkt) bezogen werden.

Ein Frühbeet wird aus Holz, Stein, Beton oder aus Erdwällen gebaut und mit Glasfenstern abgedeckt. Die Größe richtet sich nach den Fenstern. Werden genormte „Gärtnerfenster“ verwendet, so besteht die Auswahl zwischen den Maßen 80x150cm und 100x150cm. Der Kasten kann als „Kaltbeet“ oder als „Warmbeet“ mit Mistpackung angelegt werden. Der Standort sollte windgeschützt und schattenfrei sein. Einseitige Kästen sind in Ost-West-Richtung mit der Neigung der Fenster nach Süden zu errichten.

Doppelkästen, in Kleingärten selten vorkommend, sollte in Nord-Süd-Richtung angelegt werden. Die Neigung der Glasscheiben beträgt etwa 5°. Das bedeutet, dass bei einseitigen Kästen die nach Norden gelegene Kastenwand 10 bis 20cm höher als die nach Süden gelegene sein soll. Für Holzkästen, die sich für den Garten am besten eignen, sind 3 bis 4cm starke Bretter zu empfehlen. An der Unter- bzw. Südseite des Kastens wird davon ein etwa 30cm breites Brett angebracht. An der Ober- bzw. Nordseite sind zwei von 20 bis 25cm Breite erforderlich. Die Bretter sind etwas in die Erde einzusenken. Sie werden an Vierkant- oder Rundholzpfählen von 10cm Durchmesser und 80cm Länge für die Oberseite und 60cm für die Unterseite befestigt. Alle 2m wird ein Pfahl gesetzt und zwischen die Wandungen ein Steg eingefügt. Alle Holzteile sind vorher sorgfältig mit einem pflanzenunschädlichen Holzschutzmittel zu imprägnieren.

Für ein Warmbeet ist eine 30 bis 50cm starke Packung aus organischem Material erforderlich. Zu diesem Zweck kann der Boden bereits im Herbst bis zur entsprechenden Tiefe ausgehoben werden. Damit er nicht gefriert, wird die Sohle mit Laub abgedeckt.

Ab Ende Januar kann mit dem Packen des Kastens begonnen werden. Am besten eignet sich dafür Pferdedung. Alternativ können auch Stroh, Laub oder andere unverrottete organische Stoffe Verwendung finden. Das Material wird kurz vor dem Packen mit etwa 1,75kg Kalkammonsalpeter, 1kg Superphosphat und 1kg Emgekali je m³ angereichert und angefeuchtet. Sobald es sich im Haufen zu erwärmen beginnt, kommt es in das Frühbeet. Das Material wird gabelweise locker gepackt, angetreten, und dann wird der Kasten mit Fenstern abgedeckt. Etwa drei bis vier Tage später kommt auf die Packung nach ausgiebigem Lüften eine dünne Laubschicht und als Abschluss eine 15 bis 20cm starke Schicht Komposterde, die nach dem Setzten etwa 15cm vom Glas entfernt sein soll.

Heutzutage findet man vorwiegend Plastikfolienzelte. Für die Kleingärtner wird ein standardisiertes Folienzelt von 3m Länge, 2,50m Breite und 0,70 bis 0,80m Höhe angeboten, dessen Einzelsegmente bis zu einer Länge von 30m aneinandergereiht werden können. Eine Zelteinheit besteht aus 3m langen Längsträgern ( ¾ Stahlrohr) mit aufgeschweißten Aufsteckdornen, auf die die PVC-Rohre mit gegenseitigem Abstand von 1m aufgesteckt werden. An den Giebeln werden die Längsträger durch Rohrverbindungsstege verbunden. Die etwa 0,10mm dicken Polyäthylenfolie wird an den Längsträgern und Rohrverbindungsstegen mit Klammern befestigt. Zum Belüften und Bearbeiten kann das Zelt seitlich angehoben werden, durch Stützfüße und -stangen wird es gehalten.