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Diabetes - Behandlung

Die Diabetes-Behandlung ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Im Anfangsstadium von Diabetes mellitus, wenn die Inselzellen der Bauchspeicheldrüsen noch funktionstüchtig sind und keine Insulinpflicht besteht, ist die Krankheit noch reversibel. So geht es hier darum, den Blutzuckerspiegel dauerhaft zu senken. Im fortgeschrittenen Stadium von Diabetes mellitus bestehen keine Heilungschancen der Krankheit. Hier geht es dann vorwiegend darum, Folgeschäden und einen Fortschritt der Krankheit zu vermeiden und bestehende Beschwerden zu mindern. Die drei Säulen der Therapie bei Zuckerkrankheit bestehen aus Ernährungsumstellung/ Diät, Medikation und Bewegung.

Die Ernährungsumstellung und die dauerhafte Umsetzung ist für Diabetiker die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Eine entsprechende Ernährungsberatung ist für Zuckerkranke ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Da nicht nur Zucker den Blutzuckerspiegel erhöht, geht es in der Ernährungstherapie um mehr als nur der Reduktion des Zuckerkonsums. Besonders wichtig ist vielmehr eine kalorienreduzierte, ausgewogene und vollwertige Ernährung. Der in der Nahrung enthaltene Anteil an Kohlenhydraten ist dabei von besonderer Bedeutung. Diabetiker arbeiten vorwiegend mit der Maßeinheit BE (Broteinheit) oder KE (Kohlenhydrateinheit). 1 BE entspricht einer Menge von 12g Kohlenhydraten und enthält 50 Kilokalorien. Die entsprechende Berechnung der Broteinheiten wird von einem Ernährungsberater vorgenommen und dem Aktivitätsgrad, dem Gewicht und dem Ziel des Patienten angepasst.

Im fortgeschrittenerem Stadium von Diabetes Mellitus ist neben der Ernährungsumstellung die Einnahme von oralen Antidiabetika Bestandteil der Diabetes-Behandlung. Orale Antidiabetika sind Tabletten, die Einfluss auf die körpereigene Produktion von Insulin nehmen und das Sättigungsgefühl verstärken.

Wenn die medikamentöse Behandlung nicht zu einer dauerhaften Senkung des Blutzuckerspiegels führt, wird zusätzlich die Insulintherapie verordnet. Das Spritzen von Insulin erfolgt ins Unterhautfettgewebe des Bauchraumes oder der Oberschenkel oder in die Muskulatur. Die Insulininjektion erfolgt heutzutage mit Hilfe eines Pens, der ähnlich wie ein Stift aussieht und das Spritzen erleichtert. Die Zeitabstände zwischen den Spritzen müssen möglichst exakt eingehalten werden, damit der Blutzuckerspiegel optimal eingestellt ist. Eine regelmäßige Messung des Blutzuckerspiegels ist daher für Diabetikes-Erkrankte unumgänglich. Einige Zuckerkranke bedienen sich einer Insulinpumpe, die fest am Körper angebracht ist und nach bestimmten Zeitabständen dem Körper Insulin zuführt. Dies erleichtert dem Patienten das Leben mit Diabetes mellitus im Alltag, schränkt ihn aber etwas in seiner Beweglichkeit ein.

Neben der klassischen Ernährungsberatung und medizinischen Therapie ist körperliche Aktivität eine wichtige Säule der Diabetes-Therapie. Es gibt Diabetes-Sportgruppen, in denen die Patienten von Sportwissenschaftlern mit speziellen auf die Krankheit abgestimmten Bewegungsprogrammen betreut werden.

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