Dem Krebs davonlaufen

Heidelberg, 20. März 2013. Dem Krebs trotzen und ihm im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen: Diese Idee wird von der „Laufgruppe Ortenau Klinikum – Freiburg Halbmarathon 2013“ in die Tat umgesetzt. Gegründet im Herbst 2012, treten die insgesamt fünf, an Krebs erkrankten oder von einer Krebserkrankung genesenen Teilnehmer am 7. April als gemeinsame Laufgruppe beim Freiburger Halbmarathon an. Mit dabei sind außerdem fünf Ärzte und Pflegekräfte/Therapeuten.

Vom Krebspatienten zum Marathonläufer

Initiator der Laufgruppe ist der ehemalige Patient des Ortenau Klinikums Klaus Ritter, der nur ein Jahr nach der Entfernung seiner vom Krebs befallenen Prostata im Frühjahr 2012 den Freiburger Halbmarathon absolvierte und wenige Wochen später sogar den Zielstrich des Hamburg-Marathons nach 4:15 Stunden überquerte. Körperlich aktiv sein statt Däumchen drehen und leiden: Der 59-Jährige möchte möglichst vielen Menschen mit der Diagnose Krebs Mut machen, sich wie er frei zu laufen: „Durch das Laufen lernt man, in seinen Körper hinein zu hören, Selbstvertrauen in sich und seinen eigenen Körper aufzubauen“, sagt Klaus Ritter. Nach jetzigem Stand werden beim Freiburger Halbmarathon am 7. April zehn Männer und Frauen starten, davon fünf Krebspatienten, vier Pflegekräfte/Therapeuten sowie ein Arzt. Dabei stehen nicht das Schielen nach Bestzeiten sondern die gesunde Bewegung und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Ärztlich betreut wird die Laufgruppe von der Sportmedizin Ortenau.

Dass der ehemalige Krebspatient Klaus Ritter mit seiner Initiative zur Laufgruppe auf dem richtigen Weg ist, bestätigen auch Mediziner. Denn Sport dient nicht nur der Vorbeugung von Krebs. Inzwischen weiß man aus Studien, dass Bewegung auch während einer Krebserkrankung hilft. „Sport stoppt den Muskelabbau, den das viele Liegen verursacht, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem. Außerdem macht Bewegung die Patienten auch psychisch stark“, sagt Dr. Ulrich Freund, Chefarzt der Radio-Onkologie und des Onkologischen Schwerpunkts am Ortenau Klinikum in Offenburg Ebertplatz.


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