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Buddhismus - der achtfache Pfad

Der „heilige achtfache Pfad“ ist der Wegweiser der Buddhisten, um den Kreislauf des Leidens zu überwinden. Die acht Teile des buddhistischen Lebens sind: 

  1. rechte Anschauung
  2. rechtes Wollen für sich und andere Lebewesen
  3. rechtes Reden durch Meidung von Lügen, Geschwätz und übler Nachrede
  4. rechtes Handeln
  5. rechtes Leben durch sittliches Verhalten
  6. rechtes Streben
  7. rechtes Gedenken
  8. rechtes Sichversenken

Wer den Weg des „heiligen achtfachen Pfades“ geht, entledigt sich den Grundübeln des Lebens. Dies ist besonders für den Kreislauf des Lebens von großer Bedeutung: Nach der buddhistischen Lehre häuft jedes Lebewesen in seinem Lebenszyklus durch seine Verhaltensweisen gutes oder schlechtes Karma an. Dieses bestimmt, in welcher Form das Individuum bei der Wiedergeburt wieder auf die Erde kommt – als Mensch, himmlisches Wesen, Dämon, Tier o.ä. Für die Buddhisten ist der Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara) nicht erstrebenswert.

Die Lehre Buddhas besagt, dass alles vergänglich ist und nichts für immer bleibt. Ziel ist es, Samsara zu durchbrechen, indem kein neues Karma mehr angehäuft wird. Das Erlischen der Flamme des Karma bezeichnet man als Nirwana. Ins Nirwana zu erlangen ist für die Buddhisten das höchste Ziel, da es die Selbsterlösung aus dem ewigen Kreislauf des Leidens darstellt. Der Buddhist erwartet hinter dem Nirwana den Zustand des absoluten Glücks und den Eintritt in eine ganz neuen Seinsweise.

Für die Buddhisten spiegeln sich die Ziele der Selbsterlösung in der kompletten Lebensweise wieder. So fordert der Buddhismus die Enthaltsamkeit, mitleidige Liebe und Gewaltlosigkeit und die Distanzierung von materiellen Besitztümern. Dabei gelten die Mönche, die wie Buddha auch zu Beginn in einer „Hauslosigkeit“ leben, als Vorbilder für die Buddhisten, da sie enthaltsam und zurückgezogen leben und meditieren.

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