Bergkristall - Klar wie Eis und doch voller Geheimnisse

Edle Quarzsteine: Mythos, Symbole für Heilung & Schutz, faszinierender Schmuck.

Seit Jahrtausenden ranken sich in nahezu allen Kulturen und über fast alle Glaubensrichtungen hinweg Mythen um ein wunderschönes Etwas: den Bergkristall. Die alten Griechen tauften ihn „krystallos“, weil sie ihn für versteinertes Eis hielten. Ihrer Meinung nach musste jenes glasklare und lichterfüllte Etwas aus reinem Quellwasser entstanden sein. Und ein derartiges Wunder konnten doch wohl nur Götter vollbringen!? Schließlich taute dieses außergewöhnliche „Eis“ niemals auf …

Bergkristall, die reinste Form von Quarz, fasziniert heute genauso wie damals. In bester Qualität, also ohne Verunreinigungen, wirkt dieser Stein wahrhaft wie klares Eis, wie ein Lichtbringer bzw. ein Geschenk Gottes. Wenn er auch nicht aus verzaubertem Quellwasser besteht, sondern schlicht aus Siliziumdioxid.

Kein Wunder also, dass der glasklare Bergkristall auch bei den alten Römern als Sitz der Götter galt sowie andernorts als Symbol für Erleuchtung, Heilung und Schutz. Laut alten Überlieferungen soll(te) er sogar vor schwarzmagischen Angriffen bewahren. Viele Völker, darunter verschiedene Indianerstämme, sahen den Bergkristall als heilig an. Solche Verehrungen bedeuteten für den wundersamen Quarz auch die Geburtsstunde als Schmuckstein. Denn zum Schutz vor bösen Mächten trug man ihn als Amulette. 

Die Buddhisten verehren den Bergkristall ebenfalls seit jeher. Heute wie früher begleitet der Bergkristall viele Meditationen: von Erleuchteten und denen, die erleuchtet werden wollen, von Heilenden und denen, die Heilung suchen … Überlieferungen, Mythen und neuzeitliche Erfahrungen sind auch der Grund dafür, dass Bergkristall und ähnlich eingesetzte Steine oft als „Heilsteine“ bezeichnet werden, auch wenn sie natürlich etablierte Therapien, wie sie die Schulmedizin bietet, oder anerkannte alternative Heilmethoden nicht ersetzen können.

Aber heute weiß man zumindest: Die Schwingungen, die von Bergkristallen ausgehen, haben tatsächlich einen Einfluss auf den Menschen. Sie können die körpereigenen Schwingungen harmonisieren. Das alles funktioniert nach dem physikalischen Gesetz der Schwingungsresonanz. Welche konkreten Wirkungen sich daraus ergeben, ist zwar wissenschaftlich (noch) nicht eindeutig nachweisbar. Aber die vielfältigen Erfahrungen von modernen Therapeuten, die „Heilsteine“ unterstützend einsetzen, sprechen eine deutliche Sprache. So kann der Bergkristall offensichtlich dabei helfen, die Abwehrkräfte zu stärken, Energie zu verleihen und Schmerzen zu lindern. Daher werden ihm u. a. gute Wirkungen bei Lungenleiden, Herz-, Magen- und Verdauungsbeschwerden sowie Hautkrankheiten nachgesagt.

Als Nr. 1 unter den „Heilsteinen“ ist der Bergkristall sowieso fast universell einsetzbar. Darüber hinaus verstärken Profis mit seiner Hilfe die Wirkung anderer Steine bzw. lenken sie in die richtigen Bahnen. Aber auch jedem Heilstein-Anfänger kann nur geraten werden, sich zuerst mit einem Bergkristall zu beschäftigen. Bei Beschwerden kann man ihn zum Beispiel einfach bei sich tragen und ihn häufiger mal in die Hand nehmen. Oder man legt ihn täglich für 15 bis 30 Minuten auf die betreffenden Körperstellen auf. Zu empfehlen ist auch Bergkristall-Wasser. Dazu gibt man einen von der Morgensonne leicht erwärmten Stein ca. 1 bis 2 Stunden lang in ein Glas Wasser, nimmt ihn wieder heraus und trinkt das Wasser dann über den Tag verteilt.

Neben dem klaren Bergkristall - der reinsten Form von Quarz - gibt es übrigens noch viele andere Quarzarten, zum Beispiel: Amethyst (violett), Rosenquarz (rosa), Citrin (gelbbraun), Rutilquarz (mit goldfarbenen Einlagerungen, dem so genannten Venushaar) oder Schneequarz (weiß). Sie entstanden durch bestimmte chemische Beimengungen und werden ebenfalls als Schmuck und als „Heilsteine“ verwendet. Der Rosenquarz soll - an einer Kette über dem Herzbereich getragen - eine beruhigende Wirkung ausüben. Der durchscheinende weiße Schneequarz dagegen soll - als Anhänger getragen - heilsam auf die Atemwege wirken: ähnlich wie seine Verwandten „Bergkristall“ und „Rutilquarz“.

Außerdem: Das homöopathische Mittel „Silicea“ wird auf der Basis von zerkleinertem Bergkristall hergestellt. Im Gegensatz zu seinem Ausgangsmaterial wird Silicea  eingenommen und  kann u. a. bei Bindegewebsschäche oder entzündlichen Hauterkrankungen helfen. (Fragen Sie Ihren Heilpraktiker oder Homöopathen.)

Und wenn man gar keine körperlichen Beschwerden hat? Nicht zu vergessen: Die edlen Vertreter der großen Quarz-Familie sind allesamt wunderschöne Schmucksteine. Besonders Amethyst und Rosenquarz werden gerne zu Anhängern, Ketten, Ringsteinen, Armbändern usw. verarbeitet. Wobei Rosenquarz außerdem als das Symbol für Freundschaft bzw. Liebe gilt. Und auch der Bergkristall, der facettiert geschliffen beinahe wie ein funkelnder Diamant wirkt, soll die Harmonie zwischen den Menschen fördern. Kann es attraktivere und symbolträchtigere Geschenke zu persönlichen Festtagen bzw. zum großen Fest der Liebe geben?

(Mehr über Quarz und andere schöne Steine erfahren Sie im Ratgeber „Heilsteine – 150 Steine für Ihr Wohlbefinden“ von Sigrid E. Günther; 2015 in 4. Auflage im BLV Verlag, München, erschienen.)

Heilsteine: 150 Steine für Ihr Wohlbefinden


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