Bild von übereinandergeschlagenen Beinen Was ist Autogenes Training »

Autogenes Training: Begriff

Der Begriff "Autogenes Training" leitet sich aus den griechischen Worten „autos“ (Selbst) und „-gen“ (erzeugend, bildend; auch übend) ab. Durch den Begriff des Trainings wird betont, dass es  - ebenso wie die meisten Sportarten – durch systematisches, regelmäßiges Üben gelernt werden kann und dass mit zunehmendem Training die Effekte und Erfolge zunehmen.

Körper und Psyche werden durch die häufige Wiederholung auf die Übungen „eingestellt“ und die Entspannungseffekte werden schneller erreicht. Ein längeres Absetzen des Trainings – auch nach der erfolgreichen Teilnahme an einem Kurs – führt in der Regel (ebenso wie im Sport) zu einem Nachlassen der Effekte und Erfolge. Wichtig ist beim Autogenen Training, dass man die Entspannungseffekte nicht erzwingen kann. In diesem Punkt unterscheidet sich das Autogene Training ganz erheblich vom Training in den meisten Sportarten, bei denen unter Umständen ein „eiserner Wille“ mit zum Erfolg führen kann.

Entspannung erfordert eine gelassene Grundeinstellung ohne inneren und äußeren Leistungsdruck. Beim Lernen des Autogenen Trainings geht es vielmehr darum, den eigenen Körper reagieren zu lassen, die Effekte (zunächst langsam) „kommen zu lassen“. Dabei müssen Sie sich und ihrem Körper Zeit lassen und zunächst auch etwas Geduld üben. Die angenehmen Effekte des Autogenen Trainings treten mit der Zeit auf. Vertrauen Sie sich und Ihrem Körper. Lassen Sie sich Zeit beim Autogenen Training. Schaffen Sie sich ggf. die Zeit, ohne sich selbst einen Leistungs- oder Zeitdruck aufzuladen.

Für Autogenes Training müssen Sie nicht in hermetisch abgeschlossen Räumen üben. Sicherlich ist Autogenes Training für den Anfänger leichter bei Stille zu erlernen, aber mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Rituale und schnell tritt die erhoffte Wirkung auch im Alltag ein. So zelebrieren viele Autogenes Training im Zug, am Arbeitsplatz oder selbst während eines Spaziergangs. Bei Fortgeschrittenen reicht es für Autogenes Training aus, nur kurz an ein Bild oder eine Formel zu denken und schon stellt sich eine Wirkung ein.

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