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Bandscheibenvorfall - Operation ja oder nein Teil 2

Die Bandscheibe wirkt als Stoßdämpfer und ermöglicht Bewegungen der Wirbelsäule in alle Richtungen. Sie stellt die zentrale Figur bei Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule dar, die die häufigste Ursache für akute und chronische Rückenschmerzen sind. Wirbelsäulenbeschwerden sind heute zu einer Volkskrankheit geworden. Sie können äußerst schmerzhaft sein und den Betroffenen bis zur Unbeweglichkeit einschränken.

Foto von Dr. med. Sahebdjami„Die Verdachtsdiagnose auf einen Bandscheibenvorfall kann durch eine exakte neurologische Untersuchung gestellt werden, die durch bildgebende Maßnahmen wie Kernspintomographie und Computertomographie gesichert wird. Damit kann die genaue Höhe des eingeklemmten Nerven nachgewiesen werden, und weitere Therapiemöglichkeiten werden erörtert“, erklärt Dr. med. Shahram Sahebdjami, Facharzt für Neurochirurgie und Sektionsleiter Neurochirurgie an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Bei der Festlegung der individuell passenden Therapie wiegt der Mediziner sehr genau die Erfolgsaussichten einer konservativen und einer operativen Behandlung gegeneinander ab. Auf diesem Gebiet besitzt Dr. Sahebdjami umfangreiche Erfahrungen von mehr als 38 Jahren und kann auf eine hervorragende Erfolgsbilanz verweisen.

Bei Bandscheibenproblemen zuerst konservativ behandeln

Bei Bandscheibenschäden ohne gravierende neurologische Ausfälle sollte laut Dr. Sahebdjami immer erst eine konservative Behandlung versucht werden. Bei einem Großteil der Patienten reichen konservative Therapieverfahren aus, um die Beschwerden innerhalb weniger Wochen zu lindern. „Bei kleineren Bandscheibenvorfällen, die keine neurologischen Störungen verursachen, rate ich meist zur Schmerztherapie und  Krankengymnastik“, sagt der Mediziner. 

Klemmt die Bandscheibe den Nerv stark ein, hilft nur noch eine OP

Erst wenn verschiedene konservative Maßnahmen wie Osteophathie, Akupunktur und manuelle Therapie nicht zum Erfolg führen oder sogar Lähmungserscheinungen auftreten, kommt ein mikrochirurgischer operativer Eingriff in Betracht, wodurch dann der eingeklemmte Nerv befreit werden kann. Mit einer Operation lässt sich das Risiko bleibender Schäden verringern und eine Chronifizierung der Schmerzen verhindern. Diese können gravierend sein: „Die Verschleißerscheinungen der Bandscheibe, der Wirbelgelenke und der umgebenden Bänder verursachen eine Einengung des Spinalkanals, die zu einer Verkürzung der schmerzfreien Gehstrecke führen“, so Dr. Sahebdjami. „Die Patienten können sich dann nur noch mit einem Rollator fortbewegen.“ Der enge Spinalkanal wird von Dr. Sahebdjami operativ durch die sogenannte Undercutting Methode erweitert. Diese Operation kann auch bei guter Herz-und Kreislaufsituation bis zum hohen Alter durchgeführt werden – so wird der Leidensdruck erniedrigt und die Lebensqualität und Beweglichkeit verbessert. Führen die Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule zu ausstrahlenden Schmerzen in Armen und Fingern (z.B. beim Karpaltunnel Syndrom oder dem Sulcus ulnaris Syndrom), kann die Diagnose durch eine neurologische Untersuchung differenziert und bei Bedarf durch  eine Kernspintomographie gesichert werden. Im Halswirbelsäulenbereich hat sich das Einsetzen eines Bandscheibenersatzes bewährt. 

Foto von Dr. med. RenschlerDas Behandlungsspektrum der Sektion Neurochirurgie umfasst aber auch andere Operationen des neurochirurgischen Fachgebiets und der Wirbelsäulenchirurgie. An der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg werden alle von Dr. Sahebdjami vorgenommenen neurochirurgischen Eingriffe durchgeführt. Das Behandlungskonzept ist eng aufeinander abgestimmt, bestätigt auch der Chefarzt der Klinik, Dr. med. Wolfgang Renschler. „Dank der engen Kooperation bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen, als auch schon während der Diagnostik, können wir die Patienten interdisziplinär und umfassend betreuen. In unserer Klinik werden neurochirurgische Eingriffe von qualifiziertem, erfahrenem Personal und mit modernster operativer Ausstattung ausgeführt. Die positiven Behandlungsergebnisse der letzten Jahre sprechen für sich“, sagt der Chefarzt. 

Die postoperative Nachsorge der Patienten übernimmt Dr. Sahebdjami dann in seiner Praxis-Sprechstunde in Darmstadt. Sie findet etwa zwei Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus statt. Zu diesem Zeitpunkt werden dann auch physiotherapeutische Anschlussheilbehandlungen nach Wirbelsäulenoperationen eingeleitet. 

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