Bach-Blütentherapie

Bach-Blüten begegnen uns immer öfter in Apotheken - in Form von "Notfalltropfen", Dragees oder Kaugummis. Doch was sind Bach-Blüten überhaupt? Es handelt sich dabei um Essenzen aus Blüten, die aus insgesamt 37 speziellen Pflanzen gewonnen werden. Entdecker und damit Namensgeber der Bachblüten-Therapie war Dr. Edward Bach zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er hat die Essenzen spezieller Blüten ausschließlich wild wachsender Bäume und Pflanzen mittels der Koch- und Sonnenmethode gewonnen und so gemischt, dass sie eine sehr positive Wirkung auf Körper und Seele haben können - und das in jedem Alter.

Doch wie wirkungsvoll sind Bach-Blüten überhaupt? Kenner schätzen sie seit langem, vor allem, weil auch standardisierte Mischungen in Apotheken angeboten werden. Da jedes Leiden individuell ist, egal ob physisch oder psychisch, sollte eine Bach-Blütentherapie auch immer ganz individuell auf die jeweilige Person abgestimmt sein. Zu diesem Zweck erfolgt vor der Therapie ein sogenanntes Bach-Blüten-Gespräch, um zu erörtern, wo genau die Bedürfnisse liegen.

Historie: Der Mensch als Ganzes im Zentrum

Als der englische Arzt und Homöopath Dr. Edward Bach (1886 bis 1936) seine Bach-Blüten-Essenzen erarbeitete, beschäftigte er sich parallel dazu auch eingehend mit den Persönlichkeitsmustern seiner Patienten. Der Mediziner, der großen Wert darauf legte als Herbalist - also Kräuterkenner - bezeichnet zu werden, gewann aus 38 Pflanzenarten Auszüge und stellte daraus diverse Essenzen her. Im Lauf der Zeit erkannte er, dass durch verschiedene Mischungen der Essenzen unterschiedliche Wirkungen erzielt werden können. Die Bach-Blütentherapie gilt als Vorreiter der heute populären Mind-Body-Medizin. Kernaussage: Der Mensch als Ganzes steht im Fokus, Körper und Seele bilden eine untrennbare Einheit und müssen in ihrer Gesamtheit behandeln werden, wenn Krankheiten oder ungesunde Gemütszustände auftreten. Für jede Gemütsschwäche findet sich eine spezielle Therapie mit Bachblüten Anwendung.

Bach-Blüten-Philosophie

Die Philosophie, die hinter der Bach-Blütentherapie steckt, weicht von der allgemein anerkannten Schulmedizin ab. Die These: Bach-Blüten wirken durch Schwingungen. Die Schwingungen der Blüten kommunizieren mit unseren Schwingungen. Besteht in dem Gemüt des Betroffenen eine Disharmonie, so kann die entsprechende Blüte eingesetzt werden, um die Harmonie auf geistiger und seelischer Ebene wieder herzustellen. So kann eine natürliche Balance durch natürliche Mittel wieder hergestellt werden. Im Unterschied zu von der Schulmedizin verabreichten Medikamenten, wirkt die Arznei hier also nicht stofflich, sondern energetisch. Nach Bach enthalten die Blütenmittel bestimmte Informationen, die freigegeben werden, wenn die Blütenmischung mit Wasser oder aber unserem körpereigenen Wasser in Verbindung tritt.

Die Vorteile und Grenzen einer Bach-Blütentherapie

Eine Bach-Blütentherapie ruft keinerlei allergische Reaktionen hervor und ist deshalb auch für hochsensible Menschen geeignet. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Es ist nicht einmal möglich, Bach-Blüten zu hoch zu dosieren. Dazu kommt, dass Bach-Blüten nicht zu einer Abhängigkeit führen, denn es tritt kein Gewöhnungseffekt ein. Menschen in jedem Alter dürfen mit Bach-Blüten behandelt werden - Babys, Schwangere, Senioren, ja sogar Tiere können vom positiven Effekt einer Bach-Blütentherapie profitieren. Im Vergleich zu anderen Naturheilmitteln sind Bach-Blüten kostengünstig zu erwerben. Sie lassen sich zudem mit jeder Art von verordneten Medikamenten kombinieren, Kreuzreaktionen entfallen. Auch wenn sich jemand völlig fit und geistig gesund fühlt: Bach-Blüten können auch rein prophylaktisch eingesetzt werden, um die innere Harmonie zu stärken.

Wer an einer schweren seelischen Störung wie Depression, Borderline oder Schizophrenie leidet, sollte sich allerdings niemals im Alleingang auf die bloße positive Wirkung von Bach-Blüten verlassen. Ernsthafte seelische Erkrankungen gehören - auch beim bloßen Verdacht - immer in die Hände eines Spezialisten.

In klinischen Studien konnte bisher keine größere Wirksamkeit von Bach-Blüten-Essenzen gegenüber Placebo-Präparaten feststellt werden. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Bach-Blüten-Behandlung, begründen dies aber eher mit Kundenfreundlichkeit und nicht mit Wirksamkeit.