Acker-Schachtelhalm

Acker-Schachtelhalm

Wissenschaftlicher Name

Equisetum arvense Illustration des Acker-Schachtelhalms

Synonyme

Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer, Scheuerkraut

Trivialnamen

Ackerhermus, Ahnwop, Bandwisch, Falbenrock, Fegkraut, Gänsekraut, Papenpint, Papenpitt, kleiner Schafthalm, Schauergras, Scheuergras, Scheuerkraut, Unnet, Unger, Wild

Anwendungsbereiche

  • Blasenerkrankungen
  • Stoffwechselleiden
  • Hauterkrankungen
  • gegen fettige Haare
  • Behandlung schlecht heilender Wunden
  • Frostschäden
  • Durchblutungsstörungen
  • Schwellungen nach Knochenbrüchen
  • Rheumatische Beschwerden
  • Wundliegen
  • bei verstärkter Monatsblutung
  • Nasenbluten
  • bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege
  • Nierengries
  • Gicht


Wirkung

  • Stärkung von Sehnen, Bändern und des Bindegewebes
  • entzündungshemmend
  • hautstraffend
  • fördert den Stoffwechsel und die Durchblutung
  • wirkt blutstillend
  • adstringierende Wirkung (die Poren zusammenziehend, Festigung der Gewebeoberfläche)
  • leicht harntreibende (diuretische) Wirkung
  • abschwellende und immunstimulierende Effekte
  • stärkt das Verdauungssystem


Nebenwirkungen

sind nicht bekannt

Anwendung

Vollbäder, 

Erntezeit

Mai - September

Verwendete Pflanzenteile

Geerntet werden die oberen 2/3 der unfruchtbaren, grünen, faserfreien und jungen Frühlings- und Sommertriebe ohne Blüten und ohne schwarze Stängelteile. Nicht gesammelt werden die fruchtbaren frühen Sporentriebe.

Fundort/Standort

Vorwiegend auf der nördlichen Halbkugel auf Äckern, lehmigen und feuchte Wiesenrändern, Gräben und Böschungen. 

Verwechslungsmöglichkeiten

Auf sehr feuchten Standorten und in moorigen Gebieten findet man auch den im Vergleich zum Acker-Schachtelhalm kleineren Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre. Achtung, hier besteht Verwechslungsgefahr. Der Sumpf-Schachtelhalm gilt aufgrund einer Thiaminase und eines Piperidin-Alkaloides als zumindest für Weidevieh giftig. Bei Menschen sind noch keine Vergiftungen bekannt, dennoch sollte der Sumpf-Schachtelhalm nicht für die Teezubereitung oder anderweitig verwendet werden.

Trocknung

Die gesammelten Triebe werden luftgetrocknet und dann zerschnitten.

Inhaltsstoffe

  • bis zu 9 Prozent Kieselsäure (bei Ernte im Herbst höchste Konzentration)
  • Flavonoide
  • Kaffeesäure-Derivate
  • Bitterstoffe
  • Vitamin C
  • Fermente
  • Glykoside
  • Kalium
  • Carbonsäuren
  • wasserlösliche Silikate
  • Aluminium- und Kaliumchlorid (in der Asche höchste Konzentration)
  • geringe Mengen an Alkaloiden (Nicotin, Palustrin)

Aufbewahrung

In Dosen oder Papierbeuteln.

Aroma

neutral

Eigenschaften

Knirscht leicht auf den Zähnen beim kauen aufgrund der vorhandenen Kieselsäure.

Rezepte/Tinkturen

  • Schachtelhalm- oder auch Zinnkrauttee (als Equiseti herba in der Apotheke erhältlich)

Sonstiges

Wurde früher im Haushalt auch als Reinigungsmittel für Gegenstände aus Zinn eingesetzt.

In Japan wird der Acker-Schachtelhalm als Gemüse verwendet und angebaut.