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Der Judasfluch

von: zestra

27.05.2008 - 09:43 Uhr

Beiträge: 7

War zwar spannend, aber ihr habt recht. Etwas zuviel kirchliche Beeinflussung.

von: Holger

20.05.2007 - 23:42 Uhr

Beiträge: 15

Hallo Patzi,

ich habe das Buch auch gelesen und ich empfinde das genau so wie du.
Schade eigentlich, da Scott McBain sonst einen sehr interessanten Schreibstil hat und ich ihn aufgrund dieses flüssigen Stils sehr gerne lese.

Grüße,
Holger

von: patzi

11.05.2007 - 10:52 Uhr

Beiträge: 1

Liebe Fans des guten Buches,

von Scott McBain hatte ich bisher erst ein Buch gelesen - "Die Geheimloge". Spannend geschrieben, realistisch, nie langweilig - wirklich gut.

Kürzlich wurde mir von Scott McBain "Der Judasfluch" geschenkt - ich habs gerade ausgelesen. Allerdings war ich vom Buch echt enttäuscht. Es fing gut an, spannend geschrieben, entwickelte sich dann allerdings recht lau eher in Richtung Fantasy. Ich wills mal so sagen: Man hätte mehr aus dem Thema machen können. Es geht im Buch um einen Gerichtspsychiater und seine Familie. Der Gerichtspsychiater kommt vom "rechten" Weg ab und wird von teuflischen Kräften heimgesucht, die ihn mit Hilfe einer Münze (eine der Silberlinge, die Judas für den Verrat an Jesus erhielt) für das Böse bekehren und damit die katholische Kirche zerstören wollen. Ein Endzeitkampf bricht aus - Gut (Kirche) gegen Böse (Engel der Finsternis / böse Geister).

Was mich so entsetzt hat waren die platten Sprüche der kirchlichen Kämpfer im Buch - so in der Art: 'Wer keinen festen Glauben an Gott hat, der kann schnell von bösen Mächten heimgesucht werden und der ist eh kein moralisch einwandfreier Mensch etc.

Ich kam mir vor, als hätte ich mich in ein banales Märchenbuch eingelesen, wo die Guten immer extrem gut sind (in diesem Fall hier also extrem gläubig) und die bösen immer richtig böse dargestellt werden.

Für mich ist das ganze eher ein agitatorischer Kirchenroman.

Schade, denn die Geschichte um Judas selbst ist durchaus interessant.

Hätte sich der Autor mehr auf die Psyche des Menschen beschränkt und die Frage nach dem Bösen im Menschen und ob und wie das Böse sich im menschlichen Charakter durch gesellschaftliche Einflüsse manifestieren und entwickeln kann, wäre die Geschichte sicher glaubhafter und interessanter.

So ist das Ganze eher in Richtung Billigroman einzuordnen.

Grüße,
patzi

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