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Spinnen für Menschen gefährlich? - Mythos 2

Rang:

2

Mythos:

Spinnen sind für Menschen gefährlich

Fakten:

Für in Deutschland beheimatete Spinnen ist dies tatsächlich ein Mythos. Es gibt nicht eine Spinnenart hierzulande, die durch ihre Giftigkeit unter normalen Umständen gefährlich für den Menschen werden kann. Die hierzulande sehr bekannte Gartenkreuzspinne gehört zu den wenigen Spinnen, die durch einen Biss Gift übertragen, allerdings kann ein Biss nur an sehr dünnen Hautstellen erfolgen und selbst dann ist die Wirkung eher einem Mückenstich gleichzusetzen und medizinisch völlig unbedeutend. Der Biss einer Wasserspinne ist da schon etwas unangenehmer, gleichzusetzen mit einem Wespenstich - mehr aber auch nicht. Dazu kommt, dass sich Menschen kaum im Lebensbereich der Wasserspinnen aufhalten und ein Kontakt daher äußerst selten ist. Neben der Wasserspinne ist die Ammen-Dornfinger-Spinne die einzige Spinnenart in Deutschland, die dem Menschen unangenehme, relevante Vergiftungen zuführen kann. Der Biss wird ähnlich schmerzhaft wie ein Bienenstich wahrgenommen. Nach dem Biss stellt sich ein brennender Schmerz ein und im weiteren Verlauf kann es zu Fieber und Schüttelfrost kommen. Nach 1-2 Tagen ist dann aber alles wieder vorbei.

Im Mittelmeerraum gibt es einige wenige Spinnenarten, deren Gift nach einem Biss zu recht starken Schmerzen und vorübergehenden Lähmungen führt, aber auch hier ist nicht von einer Bedrohung des Lebens im Normalfall auszugehen. Berichte über Todesfälle nach Spinnenbiss in Europa gibt es bisher nicht.

Außerhalb Europas gibt es durchaus einige Spinnenarten, die für Menschen gefährlich werden können. Dazu zählen die Nordamerikanische Schwarze Witwe, die Trichternetzspinne und die Brasilianische Wanderspinne (Bananenspinne). Bisse dieser Spinnen haben häufig schwerwiegende Folgen und können, wenn auch selten, tödlich sein. Gegengifte sind für alle gefährlichen Spinnen vorhanden.

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